Montag, 31. Dezember 2012

2012 +1 = ????

Jahresrückblick 2012

Größtes Ereignis: Erste Schritte auf dem roten Planeten - Curiosity
Größte Entdeckung: Higgs - Teilchen erklärt den Ursprung der Masse
Größter Aufreger: Massenmord in Assads westlich geduldeter Bananenrepublik.
Viel heiße Luft: Weltuntergang 21.12.2012
In Trauer um: R.I.P. Dirk Back
Film des Jahres: Cloud Atlas - Eine bildlich-musikalische Komposition über Zeit und Raum hinaus!
Buch des Jahres: "Der Gotteswahn" von Richard Dawkins, der verspätet auch meinen Blick erweitern konnte
Lied des Jahres: Nostadamus' Pferdetanz: Oppa Gangnam Style!
Spiel des Jahres: World of Warcraft - Mists of Pandaria. Von vielen zu Unrecht kritisiert. Auch wenn ich selbst nicht mehr spiele: Das neuste und das beste Addon.
Mann des Jahres: OBAMA
Frau des Jahres: Die eiserne Lady - Angela Merkel
Religiöse Entgleisungen des Jahres: Pussy Riot, Beschneidungsdebatte, Bomben hier und dort, Islamistisches Morden aufgrund eines billigen Videos und Karikaturen - Wenn Religion etwas Sinnvolles wäre, warum reagiert der (fundamentalistische) Gläubige auf Kritik mit Wut und Hass? Antwort: Weil es absolut irrational ist und die Angst besteht, Gegenargumente, wenn man sie sich anhört, nicht widerlegen zu können. "Willst du nicht mein Bruder sein, schlag ich dir den Schädel ein!"
Witzfigur des Jahres: Francesco Schettino, Kapitän der Costa Concordia
Kopfschütteln über: Christian Wulff und Joachim Gauk - Wer braucht Bundespräsidenten?
Kuriosum: Mario Balotelli
Hokuspokus: Kim Jongs Einhornnest

Mein Leben 2012:

Ein interessantes Jahr, auch wenn sich einige der Vorsätze von 2011 wieder einmal nicht erfüllt haben. Das Studium begann und ging weiter. Ich entdeckte das Zeichnen wieder, fotografierte, schrieb und bloggte. Von Sommerfestivals in Bochum, über Mittelaltermärkte, neue alte Städte, Spieleabende und Cookies mit den Besten. Auch wenn sich mein Leben nicht so aufregend gestaltete wie das von manch anderem, kann ich doch nicht klagen. Für 2013 bleiben die unerfüllt gebliebenen Herausforderungen von 2012: Die Liebe einer Frau finden (Selbstbewusstsein, du bist mein Fluch) und (mal!) einen Roman nicht im Sand versickern zu lassen und fertig zu schreiben.

In diesem Sinne wünsche ich allen, nachdem wir gemeinsam den Weltuntergang überlebt haben, einen guten Rutsch ins Jahr 2013!

Freitag, 28. Dezember 2012

Der absolute Staat im Pelz der Demokratie

Eine interessante Dokumentation über die Realität jenseits der Illusion einer gütigen, unverzichtbaren Kirche in unserer Gesellschaft.




Quintessenz: Kirchensteuer fließt in die Gehälter der Kirchenämter, während die gemeinnützigen Organisationen (Kindergärten, Schulen, etc.) fast durchweg staatlich finanziert werden. Trotzdem maßt sich die Kirche (katholisch wie evangelisch) in absolutistischer Weise an, über ihre Mitarbeiter zu bestimmen und zu richten und Einrichtung und Arbeitnehmer "christlich" zu etikettieren.

Mehr zum Thema Säkularisierung in Deutschland braucht glaube ich nicht gesagt zu werden:D

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Fragment: Mikrowasserkosmos


Ich gehe über Mosaike aus marmoriertem Kopfsteinpflaster, durchsetzt mit Graspolstern und Löwenzahn. Fahrradständer sind bedeckt mit den Tropfen des Morgentaus. Ein Mikrowasserkosmos vergänglicher Planeten. Ich kann mein Spiegelbild in ihnen sehen. Der schwarze Lack des Metalls ist abgeblättert, Aufkleber verwittert oder abgerissen. Nur Reste der Botschaften hat die Zeit zurückgelassen.

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Voltaire

Genialer Song. Voltaire hört sich gut, auch wenn die Band hierzulande nicht so bekannt zu sein scheint :D



und es passt zum Thema des Referats, das mich erwartet. Da sind die Feiertage leider schon vorbei ...

Ich hoffe ihr hattet alle ein schönes und geruhsames Weihnachtsfest mit euren Familien!

(Ja man kann es auch als Atheist feiern, denn es gab diesen Feiertag schon bevor Jesus vom Himmel gefallen ist und mit Santa Claus, Geschenken und Weihnachtsbaum ist es auch längst von der Zeitkapsel Christentum in Richtung Moderne weiter gedriftet.)

Samstag, 22. Dezember 2012

Aachen

Da die Welt nicht untergegangen ist durfte ich mit den Geschichtlern gestern einen schönen Tag in Aachen verbringen. Eine wunderbare Stadt!















Donnerstag, 20. Dezember 2012

Aufgeklärte Apokalypse



Auch wenn die Welt ab dem Wochenende nicht mehr existent sein sollte, zeigte sich der UniBibOpac großzügig mich mit Ferienliteratur zur Aufklärung auszustatten, damit das Aftershow-Weihnachten für den Atheisten auch nicht zu langweilig wird. Das letzte Referat für dieses Semester - 18. Jahrhundert, ich komme!


Das Schlusswort zu diesem Abend vor dem Ablauf des Kalenders der Maya und der Apokalypse (Geht unsere Welt eigentlich auch jedes Jahr neu unter, weil unsere Kalender einjährig sind?) hat die Ikone der Astronomie Harald Lesch:


 und für mich gehts morgen nach Aachen ;)

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Nostradamus tanzte Gangnamstyle ...

Verdammt, die Zeichen sind da! Dann kann ich zumindest aufhören an meiner Hausarbeit zu schreiben :D

Gangnam Style! Jemand Lust auf eine Aftershowparty- Psy Nonstop? 2012 ist schon ein lustiges letztes Jahr gewesen. Mir dünkt, ich sollte vielleicht trotzdem zur Uni fahren und mir die Bücher ausleihen für mein Referat 2013...

http://www.focus.de/digital/internet/nostradamus-prophezeihung-warnt-vor-rapper-psy-gangnam-style-saenger-ist-reiter-der-apokalypse_aid_885083.html?fb_pid=1355935706&fbc=fb-fanpage-focus

Dienstag, 18. Dezember 2012

Fragment: Die Reise


Wandere ich auf verschlungenen Pfaden, um Antworten auf meine Fragen zu finden? Getretene Natur aus matschigem Lehm, überwuchert mit Dornen und modrigem Unterholz. Wälder, in denen die Zeit still steht. Bastionen der Vergangenheit fernab der Zivilisation. Ich bleibe stecken in zugewachsenen Sümpfen und lausche dem Lied der Wildnis in einer stickig schwülen Atmosphäre, die zwischen den Fingern zu kleben scheint. Insekten brummen vor meinen Ohren, während primitive Raubtiere in den Schatten schleichen. Ich kann sie hören, ihre Augen starren mich an, ohne das ich sie sehe. Kann ich Respekt verlangen? Ohne sich den Regeln dieser Welt zu fügen, scheint der Mensch doch Spielball der Elemente zu sein. Die Natur kümmert sich nicht um gewebte Kleidung oder Werkzeuge aus Metall. Die Gesetze der Stadt werden obsolet, wenn die Reste der Jagdbeute auf der Lichtung verwesen.Versenkt von der Sonne, das Blut weggespült vom Regen. Gerissen vielleicht von einem Tiger oder etwas Schlimmerem.
Es liegt eine urtümliche Kraft in diesen Hallen mit ihren Säulen, die schon vor meiner Geburt standen und meinen Tod überdauern werden. Bauwerke, an denen nie ein Handwerker gewirkt hat. Ich genieße den Anblick und halte auf das Ufer eines Wasserbassins zu. Eine blaue Insel im Grünen, das ich sowohl Hölle als auch Heiligtum nennen würde. Die Steine, an diesem lichtgefluteten Ort, sind mit Moos bewachsen. Beinahe rutsche ich aus und verliere das Gleichgewicht. Doch ich fange mich und beschließe zu rasten. Kniend nehme ich meine Hände voll Wasser, kühle meine Augen, lösche meinen Durst. Ich betrachte das Messer an meinem Gürtel und stelle abermals fest wie kümmerlich es doch wirkt. Der verzweifelte Versuch sich in dieser Umgebung, die der Moderne so fremd erscheint wie das Erkunden eines fremden Planeten oder uns auch nur das Leben unserer Vorfahren, an einen Anker der Zivilisation zu klammern.
Kann ich mir anmaßen zu wissen, wohin mich diese Reise führen wird? Ist es nicht egal, welches Ziel wir ins Auge gefasst haben? Der Weg formt uns. Im Angesicht der Welt ebenso wie vor uns selbst.
Ich fülle meine Flasche mit dem Wasser des Bassins, dessen Grund grün schimmert. Das Metall glänzt im Sonnenlicht und meine Hand schlägt Wellen. Konzentrische Kreise auf stillem Grund. Schattenhafte Fische fliehen aus dem bewachsenen Morast. Im Schatten der Baumkronen ziehe ich weiter unter dem Dach eines Tempels, der keiner Gottheit geweiht ist und dennoch Ehrfurcht einflößt. Die Frage, wer man ist und wer man sein wird, hängt mit den Wegen zusammen, die man wählt.

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Lone Ranger

Sieht interessant aus. Vielleicht die Reinkarnation eines toten Genres? Auch wenn ich eher für mehr Piratenfilme plädiert hätte :D



Dienstag, 11. Dezember 2012

Weihnachtsmann und Moses

Bevor die Diskussionen anschließend losgehen, wo die Grenzen zwischen gerechtfertigter Religionskritik, Humor und Spott anzusetzen sind, erwähne ich es lieber vorher:

!Achtung! dieses Video enthält mitunter gotteslästerliches Material und sollte nur von denen konsumiert werden, welche die Dinge objektiv sehen und lachen können, wenn man Göttern oder religiösen, wie anderen mehr oder minder fiktiven Persönlichkeiten auch mal die Narrenkappe aufsetzt.

Ich liebe Satire, zu diesem Zweck tue ich mir auch mal Hiphop an :D


Samstag, 8. Dezember 2012

1.080.000.000.000.000 Tonnen Stahl

So werden die Probleme der Welt garantiert gelöst! Da sieht man wieder mal, dass es nur Fantasie und ein kleines kleines bisschen Größenwahnsinn braucht. Dann erscheint die Welt nicht mehr alternativlos :D

http://www.stern.de/panorama/online-petition-in-usa-baut-den-todesstern-1938086.html

Freitag, 7. Dezember 2012

Habemus Papam 2.0

Auch der Vatikan scheint im 21. Jahrhundert träge Fuß fassen zu wollen. Auch wenn der Inhalt weiterhin aus vertrockneten Paraphrasen besteht, die jeglichen Bezug zur Moderne verloren haben, sieht er sich in der Technik-Affinität unseres Zeitalters schließlich gezwungen der Entwicklung hinterherzuhoppeln und seine Flagge in den Sand an der Küste des Internets zu rammen. Auch wenn es dort vor Fahnen und Werbeschildern wimmelt und leider Gottes selbst die Dschihadisten das Papamobil auf diesem Terrain überholt haben, ist es doch nur ein kleiner Schritt für die Menschheit und ein großer Schritt für das Selbstbewusstsein des Vatikans. Der ehrgeizige Vorstoß die Botschaften des Mittelalters auf Twitter mit "#askpontifex"-Funktion zu digitalisieren hat ihm eine halbe Millionen Follower eingebracht - Interessant, wenn man bedenkt, dass es 1,181 Milliarden Katholiken auf der Welt gibt.

Immerhin bietet das Portal die Möglichkeit den Pontifex Maximus mit der Wirklichkeit zu konfrontieren - oder um in der modernen Sprache zu verbleiben mit den Shitstorms der Internetcommunity.

Ein Artikel, denn ich eher per Zufall entdeckte und der mich doch herzlich amüsierte(stern.de). Mehr dazu hier:

http://www.stern.de/digital/online/aufruf-des-papstes-ausser-kontrolle-das-problem-mit-den-twitter-schaefchen-1938431.html#utm_source=sternde&utm_medium=zhp&utm_campaign=wm5

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Inspiration


Inspiration

Der Künstler sucht Bestimmung

in ihrer Stimme Klang,

im Feuerschein den Kern

Kraft und Energie zu finden


Eines Mannes Seele

in Feuer und Eis

Erde und Sturm

sieht die raue Schönheit der Natur.


Wortgewalt auf Rabenschwingen,

zugehaucht in freiem Denken.

um im Traum zu fliegen,

meine Ideen zu lenken.


Der Muse Kuss

zart und bestimmt

brennt wie Feuer

beseelte Wärme, Lebenskraft


Ohne sie zu leben,

erscheint mir ohne Sinn,

mein Kern unbezwungen

in ihrem Feuer Puls.

Dienstag, 4. Dezember 2012

Tongmyongs Einhorn



Macht und Machterhalt nimmt bekanntlich bizarre Formen an, egal in welchem Erdteil und in welcher Epoche wir uns bewegen. Gerade totalitäre Systeme scheinen dabei Wert auf die exponentielle Zersetzungskraft - Alzheimer erscheint mir da noch eher wie ein harmloses Schreckgespenst - des Gehirns durch Kult und Gehorsam zu legen. Sowohl beim einfachen Volk als auch in den Führungseliten. Ob sich das nun in skurrilem Okkultismus, der Begegnung mit einer oder mehreren Gottesgestalten oder in der Entdeckung von Einhornnestern, die ein König 200 v. Chr. als Reittier domestiziert haben soll, widerspiegelt, zeigt nur die Vielfältigkeit der Symptome geistiger Umnachtung bedingt durch Allmachtsfantasien auf.

Der Beobachter kann nur schmunzeln und kann sich nicht entscheiden, über wen eher den Kopf schütteln soll: Über die Herrscher, die ihren letzten Funken Glaubwürdigkeit einbüßen und endgültig in die Lächerlichkeit abdriften oder über die Untertanen, welche die ihnen aufgetischten Märchen auch noch glauben. Das Märchenland Nordkorea, wo Einhörner gesichtet und Offiziere mit Panzergranaten hingerichtet werden, wird hoffentlich auch bald Geschichte sein. Es ist traurig und ein Armutszeugnis, dass es das nicht schon längst ist.
Bis dahin muss sich die Welt wohl noch die Lügengeschichten aus der Feder der KCNA-Zensur anhören. Mich würde interessieren, ob die Redaktion des staatlich kontrollierten Senders sich überhaupt bewusst ist, dass ihre Berichterstattung im Ausland nur beherztes Lachen auslöst und das Bild, das der Westen von dem abgeschotteten Land hat, keinesfalls prägt.

http://www.focus.de/panorama/welt/onkel-kims-maerchenstunde-forscher-in-nordkorea-haben-ein-einhorn-nest-entdeckt-_aid_873875.html

Samstag, 1. Dezember 2012

Das Pferd der Demokratie


Nun die Demokratiebewegung im nahen Osten scheint in der Startbox verendet zu sein. Vielleicht hatte der alte Kläpper einen Herzfehler oder er hatte einen dieser störrischen Anfälle, die man an Rennpferden in Kinofilmen gerne mal präsentiert bekommt. Aufjedenfall scheint Mursi, der sich bei der Amtseinführung seinen Kritikern gegenüber tolerant heuchelte, bereits den Weg zurück zu galoppieren, denn der arabische Frühling anzulegen bereit gewesen war. Anstelle eines westlich-geprägten Diktators, der die Menschen zur Befriedigung seiner Machtgier ausbeutet, tritt ein islamistischer Diktator, der vorgibt seine Machtgier sei von Gott gewollt. Nur dass dieser, wie immer in solchen Fragen, durch Abwesenheit glänzt.
Eigentlich sollte der Westen sich angewöhnen sich aus derlei Konflikten herauszuhalten. Die Menschen müssen selbst lernen, was gut für sie ist. Sie brauchen eigene Revolutionsführer, die die Gesellschaft von innen heraus neu gestalten. So ist es in Europa geschehen und Menschenrechte wurden gegen den Willen von Kirchen und Monarchen, deren Position irgendwann unhaltbar wurde, durchgedrückt. Man kann einem Land oder einer Region keine Ideologie aufzwingen, die sie selbst (noch) nicht im Kern vertreten kann, außer man besitzt die Macht eines Despoten den Willen der Menschen durch Gewalt zu brechen und sie durch Gehirnwäsche dumm zu halten (Im Mittelalter durch Christentum und Katechismus, in der Moderne des nahen Ostens durch Islam und Scharia).
Nur wie bringt man Menschen dazu, sich aus diesem Teufelskreis der Bedrängung und der Selbstverdummung zu befreien? Man kann natürlich militärisch (oder missionarisch) intervenieren, nur schafft man darüber eine breite Angriffsfläche, die Extremisten wiederum für ihre eigenen Zwecke nutzen können. Der Gedanke hinter der Expansion des römischen Reiches (zumindest in der Republik von 509-42 v. Chr.) war der Welt die Zivilisation zu bringen - Die Barbaren zu romanisieren. Um dieses Ziel zu erreichen bedienten sie sich neben dem Bau von Infrastruktur un dem Export von Wissen und Luxuswaren eben der militärischen Intervention. Aber weil dahinter natürlich ein Dualismus steckt (Wir sind besser als ihr, also schließt euch uns an oder sterbt), erzeugt dieses Handeln eine Art von Sprengstoff, die wohl dem menschlichen Verstand eigen ist. Das Konstrukt der Bedrohung der eigenen Freiheit (Natürlich gibt es auch dutzende Ausnahmen, viele Völker haben sich freiwillig ins römische Reich eingegliedert, weil sie dadurch enorm profitieren konnten). Da ist einem natürlich jedes Mittel Recht, diese Gefahr abzuwenden. Frei dem arabischen Sprichwort nach: Der Feind meines Feindes ist mein Freund.
Das brachte nicht nur den Karthagern und Hannibal im zweiten punischen Krieg massive Unterstützung durch die Stämme, welche im Norden Italiens ansässig waren, sondern eben auch den Islamisten heute, die den Westen als unmoralisch und vorallem imperialistisch anprangern und dadurch ihre eigenen radikalen Ansichten verharmlosen können. Über das Malen eines Feindbilds (In diesem Fall die USA und vorallem Israel) kann man sämtliche logische Denkprozesse relativieren oder gänzlich ausschalten. Diese Gedanken entwickeln sich von revolutionär (vielleicht sogar ernst) gemeinten Ideen zu Vorurteilen, die in der Gesellschaft schließlich tradiert werden und sich ähnlich einer chronischen Krankheit, die den Verstand immun gegen berechtigte Kritik macht, von Generation zu Generation weitervererben.
Deswegen sind die Sowjets in Afghanistan gescheitert und deswegen steht auch die NATO dort nun auf verlorenem Feld, auch wenn sie unterschiedliche Ziele besaßen. Eine Revolution muss immer von innen heraus erfolgen, sie kann einem Land nicht aufgezwungen werden. Der arabische Frühling war eine erste Eruption in die richtige Richtung, nun liegt es an den Menschen in den Ländern des nahen Ostens, sich gegen die Gehirnwäsche durch islamistische Motive (auch gegen Mursi) zu behaupten und Gegenbewegungen hervorzubringen. Was sagen eigentlich die Frauen dazu?

http://www.spiegel.de/politik/ausland/mursi-anhaenger-demonstrieren-macht-in-kairo-a-870414.html

Donnerstag, 29. November 2012

Unearthed

Sehr guter Sci-Fi-Kurzfilm! Auch wenn die Effekte etwas altbacken sein mögen, an der Gesamtkonzeption könnte sich so mancher Hollywoodfilm ein Beispiel nehmen. Liebevoll ausgearbeitet und absolut sehenswert!


Dienstag, 27. November 2012

Ein Tag mit Demeter


Blitzende Scheinwerfer vor einer Industriekulisse. Ilixsträucher und Buchsbaumhecken umrahmen kostbare Eigenheime.In den Gullideckeln und den Reflektorstreifen auf den Jacken der Müllmänner spiegelt sich das grelle Halogenlicht der Strassenbeleuchtung. In der Ferne über kahlen Baumkronen brechen die Wolken auf. Dunkles Grau, durchschimmernd mit azurblauem Himmel. Ein neuer Morgen im November.
Auch wenn der Dienstagmorgen dem Frühmittelalter und seinen gewalttätigen Bewohnern gewidmet ist, sind meine Gedanken im antiken Griechenland. In jener Zeit als Religion zwar allgegenwärtig war, aber nicht versuchte das Geschick der Menschen zu diktieren. Alle Ideen, alle Gedanken, alle Taten waren durch Götter beeinflusst. Sie waren die Erklärung, nicht die Einweisung. Abbilder der Menschen, ebenso jähzornig und zerstritten. Aus der Antike hat das Christentum vieles annektiert. Verfolgte wurden in Heiligtümern ebenso aufgenommen wie später in den Kirchen. Gewalt auf dem Temenos (dem Besitz der Gottheit) war ein Frevel gegen den jeweiligen Gott. Apollontempel standen für Weisheit. In Ihnen wurden Gesetzestexte veröffentlicht und Orakel gegeben. Asklepios heilte Krankheiten bevor es Jesus tat und überdauerte die Jahrtausende in Form von Aeskulapstab und hippokratischem Eid. Handwerker und Erfinder fanden ihr göttliches Ebenbild in Hephaistos. Er stellte die Rüstungen der Heroen her und war der Schutzpatron der Schmiede. Die manifestierte Zähmung des Feuers in der Metallurgie.
Die olympischen Spiele fanden zu Ehren des Zeus statt und es war selbstverständlich, dass niemand im Heiligtum von Olympia die Waffen gegen seinen Feind erhob. Egal welche Differenzen und Konflikte an anderer Stelle der Karte ausgetragen wurden.
Am Interessantesten jedoch ist Demeter. Die urtümliche Fruchtbarkeitsgöttin und Mutter der Persephone, welche von Hades entführt wurde. Sie war die einzige Göttin, die Tantalus Schwindel nicht erkannte. Sizilien, die Kornkammer der Antike, ist ihr Herrschaftsgebiet. Sie passt nicht in dieses Pantheon. Ihre Mythologische Abstammung von Kronos und Rheia deutet bereits an, dass sie einem viel älteren Kult entstammt. Oft wird sie auch mit Gaia, der Mutter Erde, gleichgesetzt. Eine Naturgöttin, die gibt und nimmt.
Es zeigt welche Vorteile der Polytheismus gegenüber dem Monotheismus hat. Er ist wandlungsfähig, muss sich nicht an Sätze aus einem Buch klammern. Das machte die religiöse Freiheit in der griechisch-römischen Antike aus. Die Existenz mehrere Götter entmachtet den Einzelnen, was dem Menschen die Wahl lässt.
Auch wenn man die Opferkultur vielleicht aus heutiger Sicht als primitiv ansehen kann, denke ich, dass unsere heutige Gesellschaft auf den vorgelegten Fußspuren der Antike geht. Man sieht es an der (sportlichen) Agonie und der Freiheit der Kunst. An Wettbewerben und Spiel.
Lange Rede kurzer Sinn: Endlich ist die Präsentation zum Demeter-Malophoros-Heiligtum in Selinunt fertig, jetzt nur noch am Donnerstag mit möglichst geringem Nervositätsspiegel vortragen und eine weitere Hürde im Semester ist geschafft:D

Donnerstag, 22. November 2012

Ein Schritt in Richtung Humanismus

Dieser Mann ist wahrscheinlich am Besten dazu geeignet zu erklären wie ich zur Religion stehe und warum ich sie kritisiere. Michael Schmidt-Salomon im Dialog, ohne das ihm dogmatische Dinosaurier ins Wort fallen. Das Video hat leider eine miserable Qualität und ist in drei Teile gebrochen, aber das spielt ja keine Rolle für seinen Inhalt;)


Dienstag, 20. November 2012

Fragment: Die Nacht


In der Nacht sehe ich die silberne Scheibe des Mondes, eingebettet in Wolken mit Splittern von Sternen. Verteilt über ein Firmament in blauschwarzer Nacht. Dort wo der Himmel die Erde trifft wogen die Wellen in einer zähen grauen Masse, sodass die Grenze verschwimmt.
Ich sitze am Feuer und wärme meine Hände, während ich dem Prasseln lausche und der Wind seine Geschichten über die See und die Insel hinausheult. Hinter mir ragen die zerklüfteten Klippen in die Höhe, Statuen der Uralten. Zeugen aus einer anderen Welt, auf deren rauer Haut unsere Schatten flackern wie in einem Puppentheater.
Es ist kühl aber nicht kalt. Ich blicke in die Weite der aschfahlen See soweit das Licht des Feuers reicht. Die Menschen haben die Dunkelheit seit jeher gefürchtet. Sie verbirgt die Realität und malt Trugbilder in die Nacht. Wie ein Magier, den man nicht sieht, verwandelt sie vertraute Gegenstände in etwas Fremdes. Mir fröstelt und ich wärme mich am Feuer. Es vertreibt die Geister. Der älteste Freund des Menschen.

Sonntag, 18. November 2012

Jurassic Lark

Atheisten um Seth Andrews besuchen das Kreationismus-Museum in Kentucky. Leider keine deutsche Synchronisation, aber ich denke die Bilder zeigen deutlich wie gefährlich diese Einrichtung und die Ideen dahinter sind. Wenn diese christlichen Fundamentalisten jemals an die Macht kommen, wird es uns nicht besser ergehen als unter der islamischen Scharia (oder sogar schlimmer, schließlich sieht das islamische Recht zumindest eine Existenzberechtigung für Ungläubige vor, wie auch immer die aussehen mag). Mit dem Unterschied, das der Islam öffentlich kritisiert wird und die Probleme im Christentum totgeschwiegen werden. Jeder redet von den Verbrechen des Nationalsozialismus (Hitler war Katholik)  und des Stalinismus ("böse Kommunisten!"), aber keiner (ernsthaft) von denen, die die Kirche begangen hat, obwohl die Liste sehr lang ist. Wenn man etwas verdrängt, riskiert man, dass es vergessen wird. Wenn etwas vergessen wird, riskiert man, dass es wieder geschieht.
Gehorsamkeit vor Intelligenz, modelliert mit Gehirnwäsche und Dinosauriern.




Donnerstag, 15. November 2012

Cloud Atlas

Hört sich sehr vielversprechend an. Ungewöhnlicher Stil, interessante Geschichte. Ich bin gespannt;)




Dienstag, 13. November 2012

Menschen werden immer dümmer?


Der Entwicklungsbiologe Gerald Crabtree von der kalifornischen Stanford University habe eine gewagte These aufgestellt. Nach seiner Argumentation würden die Menschen genetisch bedingt dümmer, weil sich durch den sesshaften Lebensstil und die Bildung einer Gemeinschaft, die den einzelnen stützt, auch die Intelligenz beeinträchtigende Mutationen im Genpool halten könnten und dementsprechend weiter vererbt würden. Der Selektionsdruck werde ausgehebelt.
Offensichtlich ist er sich der geistigen Sprengkraft dieser Aussage bewusst gewesen und hat die Bombe direkt ein wenig entschärft, indem er sie relativierte. Schließlich würde er gern in dieser Gesellschaft leben und es würde nicht nur Nachteile bringen und letztendlich seien auch große Teile der Intelligenz nicht genetisch bedingt, sondern durch Erziehung und Bildung geprägt. Damit ist er zwar haarscharf an rechtem Gedankengut vorbeigeschlittert, ist sich dessen aber noch rechtzeitig bewusst geworden und hat die Bremse durchgetreten. Darwinismus ist ein Naturgesetz, das unsere biologische Entstehung erklärt und kann (und sollte) nicht auf die Gesellschaft übertragen werden, sonst landen wir per Rückkopplung schnell wieder im 20. Jahrhundert, dessen Spitzen jedem gebildeten Menschen bekannt sein sollten.
Das Gedankenspiel ist allerdings interessant. Seine Behauptung veranschaulicht Crabtree am Beispiel eines Jägers, der stirbt, wenn er sich nicht rechtzeitig um gewisse Dinge (Nahrungsbeschaffung, Obdacht, Verteidigung, etc.) kümmert. Der postmoderne Banker wiederum versemmelt durch Spekulationsgeschäfte Milliarden, wird zwar entlassen, bekommt aber trotzdem eine Abfindung mit durchschnittlich sechs Nullen hinter dem Komma.
 Einerseits zeugt der Vergleich des Jägers und Sammlers mit dem gescheiterten Banker von einem gewissen Grad an trocken-akademischen Humor. Andererseits, wenn die These auch gewagt scheint, enthält sie doch einen Kern Wahrheit in einem Mantel aus Sozialkritik. Unsere industrialisierte Gesellschaft ist entwöhnt von der Sorge um die essentiellen Bedürfnisse des Körpers. Sie werden als selbstverständlich hingenommen und kaum noch gewürdigt. Diese Gleichgültigkeit findet ihren Gipfel in halb gefüllten Pommesschachteln am Straßenrand, an denen nur noch Tauben herumpicken, und in mit Schlössern gesicherten Abfallcontainern, in denen Supermarktketten wöchentlich (auf dem Etikett) abgelaufene Ware vor Munddieben wegschließen, damit sie in Ruhe faulen kann und der Inhaber weiter die Kassen klingeln hört. Diese Praktik wäre nicht pervers, wenn auf der anderen Seite des Globus Menschen nicht wegen unserer Dekadenz hungern müssten (Zur Problematik von Fleischkonsum und Biotreibstoff habe ich mich ja bereits früher ausgelassen).
Was tut man also, wenn man sich de facto nicht mehr um das eigene Überleben kümmern muss? Man widmet seine Sorgen und vor allem seinen Zorn Dingen, die bei näherer, logischer Betrachtung belanglos und nichtig erscheinen.
Immer wieder gern zur Ablenkung genutzt wird die zivilisatorisch bedingte Krankheit der Hysterie. Sei diese religiös oder ideologisch motiviert, durch Lebensmittelskandale bedingt oder die angebliche nächste "Superkatastrophe" verursacht.
Ich glaube das Problem ist nicht, dass die Menschen immer dümmer werden (schon gar nicht oder nicht hauptsächlich genetisch bedingt), sondern ihr Potenzial sich stärker dreister selbst zu betrügen und ihre Intelligenz zugunsten der mit der Verdrängung einhergehenden Lüge nicht nutzen. Das ist allerdings keine Erfindung der Neuzeit. Schon im ersten Kapitel des alten Testaments wird im Garten Eden die Dummheit und der Gehorsam Adams über die Intelligenz und Neugierde Evas gestellt. Die verblüffende Eindeutigkeit dieses Bilds im Nutzen für die jeweilige herrschende Klasse stößt auch 5000 Jahre nach dessen Entstehung immer noch auf Widerstand.

http://www.stern.de/wissen/mensch/gewagte-these-die-menschen-werden-immer-duemmer-1925602.html?srtest=1

Donnerstag, 8. November 2012

Obama for President

Die Wahlen in den USA sind vorbei. Auch wenn Mitt Romney es zeitweilig nicht einsehen wollte, Obama bleibt Präsident und das ist auch gut so. Allerdings muss der amtierende und neue Präsident nun umso mehr beweisen, dass er das Land verändern und die Spaltung zwischen Demokraten und Republikaner überwinden kann. Das scheint mir, seine wichtigste Aufgabe zu sein, denn das Scheitern im ersten Anlauf machte ihn gleichzeitig in allen anderen Zielen handlungsunfähig. Salopp gesagt geht es darum, die Dummheit und Ignoranz der republikanischen Partei zu überwinden. Das ist die Grundvoraussetzung für den Erfolg von Obamas "Yes we can" und somit auch für ein künftig noch existentes Amerika. Witzfiguren wie Romney, die mit Polemik nicht mit Argumenten hantieren und nur durch Rhetorik und Enttäuschung punkten können, haben diesem Land (und der Welt) genug geschadet.
Hoffen wir, dass Obama die weiteren vier Jahre die ihm gegeben sind, effektiv nutzt.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/us-wahl-demografischer-wandel-ermoeglicht-obamas-sieg-a-865998.html

Dienstag, 6. November 2012

Philipp Möller vs. Religion


Unsere heutige Gesellschaft wurde gegen Religion erkämpft und  fußt keinesfalls auf christlichen Werten. Der Schritt zum Atheisten ist leicht, wenn man sich die Lächerlichkeit einiger religiöser Argumente einfach mal vor Augen führt, anstatt sie auszublenden. Gott ist eine Droge, ein spiritueller Wunschtraum des Menschen und Ausdruck der Sehnsucht nach einer höheren Bedeutung. Götter und Propheten sind in der Welt daher seit jeher überflüssig, da das angebliche Wissen um das Leben nach dem Tod de facto eine dreiste Lüge ist, die leider immer noch viel zu viele Menschen als Wahrheit hinnehmen, anstatt zu hinterfragen. In bin ebenfalls der Meinung, dass wir Bibel, Koran und Thora zu den Märchenbüchern ins Regal stellen und anfangen sollten mithilfe der Dreieinigkeit von Wissenschaft, Philosophie und Kunst an unserer Gesellschaft zu arbeiten. Dann braucht man sich den Tod nicht schön zu reden, sondern kann ihn als Teil der Natur hinnehmen und das Leben stattdessen genießen und die gegebene Zeit nicht mit sinnlosen Ritualen verschwenden.


Genial wahr, wenn auch polemisch. Im Stil Michel Onfrays;) 

Sonntag, 4. November 2012

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Wetterphänomene haben wie ich finde eine ganz besondere Anziehungskraft. Regenbogen über Baukau - Heute Nachmittag




Samstag, 3. November 2012

Sand


Die Zeit ist wie eine Wüste. Ereignisse, die sich wie Dünenkämme den Horizont entlang ziehen. Aufgeschichtete Sandkörner, milliardenfach und unkontrollierbar, bilden neue Formen. Kunstwerke geschaffen von Naturgewalten. Berge, die das Potenzial besitzen Dörfer und Städte zu begraben und doch verweht werden als hätten sie niemals existiert.
Wo sie verschwinden offenbaren sie Geheimnisse, zeigen, was sie verschlungen haben. Geschliffene Kalksteinrippen, bizarre Felsen, Höhlen aus lang vergangener Zeit. Verborgen in der Masse aus Sandkörnern, die sie konservierte. Die Wüste ist ein Ort, der ständig in Bewegung ist wie das Wasser, das ihr fehlt, vom Wind geformt und vorangetrieben.
Der Sand rieselt mir aus der Hand. Nichts bliebt. Ich kann ihn nicht halten. Die Sonne brennt mir auf dem Nacken, dörrt mich aus, dennoch kann ich mich dem Zauber nicht entziehen. Dieser Ort ist magisch. In seiner Unvollkommenheit vollkommen. In seiner Lebensfeindlichkeit lebendig. Jenseits von Sinnfragen.

Dienstag, 30. Oktober 2012

Herbst

Ein paar Herbstimpressionen von besseren Oktobertagen zum Aufwärmen;) Strünkede und Umgebung:










Mittwoch, 24. Oktober 2012

Störung entriegeln

Das Internet ist zu einer Erfindung geworden, die unverzichtbar geworden ist. Mit allen positiven und negativen Auswirkungen. Technische Verblödung geht einher mit Fortschritt. Sobald etwas als selbstverständlich gilt, hat es auch zu funktionieren, wenn das nicht der Fall ist, herrscht dunkle Unwissenheit und Verzweiflung.
Dann hilft nur der Griff zu den gelben Seiten oder zu der fachkundigen Meinung eines Experten aus der näheren Umgebung. In Ermanglung der Zugriffsmöglichkeit auf die Google-Allwissenschaftsmaschinerie müsste man sich der reaktionären Telefontechnologie zu bedienen. Eine Erfahrung, die einen Tag und viele Nervenzellen kosten kann. Der Draht zur Welt steht wieder und ich  habe - mit einiger Hilfe - doch noch viel über Router, DSL und Netzwerkkonfiguration gelernt. Der Weg zur Erkenntnis ist manchmal steinig und von Flüchen über Stolperfallen begleitet. Im Nachhinein trägt man es in der Regel mit Humor und einer kopfschüttelnden Haltung gegenüber der eigenen Ungeduld.

Das nächste Mal, liebe Hersteller, integrieren sie doch bitte etwas in der Art:


Dienstag, 23. Oktober 2012

Round 3 - and fight!

Eine Studie über Englisch und Rhetorik, nachdem das Archäologie-Seminar am Morgen unangekündigt - angeblich war eine E-Mail im Umlauf. Man munkelt, aber anscheinend hat sie ihr Ziel mehrfach nicht erreicht - ausgefallen ist.

Obama hat die Argumente in der Hand. Romney setzt auf Phrasendrescherei und den Blick des christlichen Unschuldslamms. Man sollte meinen moderner Wahlkampf sollte über diese billigen Ear- und Eye-catcher erhaben sein. Offensichtlich, wer besser für das Amt des US-Präsidenten geeignet ist.

Obama 4 President:)


Sonntag, 21. Oktober 2012

Buchmesse - Fotos

So mit einiger Verspätung die Fotos von der Frankfurter Buchmesse, die ich letzte Woche Samstag besucht habe;)







Samstag, 20. Oktober 2012

Fragmente: Traum


Der Strand zieht sich in einer dünnen Line zum Horizont. Weißer Schaum schwimmt in der Brandung. Treibgut, halb im Sand vergraben zeichnet die Küstenlinie nach. Hinter mir Felsklippen, ein prähistorisches Riff aus erodiertem Kalkstein. Chaotische Muster aus eckig splitterten Mineralien. In der Ferne geht die Sonne unter und ich frage mich, ob ich diesen Ort verlassen sollte. So kurz vorm Ziel und so nah am Scheitern. Ich hätte hinausfahren sollen, doch etwas hält mich zurück. Etwas muss noch erledigt werden.

Ich sehe hinaus in die Ferne. Sanfte Wellen. Die dunkle Oberfläche kräuselt sich im Licht der untergehenden Sonne. Dort draußen liegt das Ziel. Ich rieche die frische Seeluft und schmecke das Salz. Im Sand wird eine Muschelschale freigespült. Sanft rosa schimmernd zwischen feuchten Kieseln und einem Algenstrang. Ich betrachte sie eine Weile, nehme mir die Zeit ihre Farben zu bewundern, ihre Form zu fühlen. Haben wir das nicht seit jeher getan? Versucht die Welt zu verstehen? Sie in abstrakte Gedankenkonstrukte übertragen, diese erweitert und verworfen. Ihnen Namen gegeben, Formeln, Zahlen, Masse. In meiner Hand fühlt sich die Schale kalt an, ihre Ränder sind scharf geschnitten, die gebogene Oberfläche gerippt wie ein Wellblechdach. Wo die Rillen in einem Knoten zusammenlaufen zwei eckige Flügel die an versteinerte Flossen erinnern. Mein Gehirn fügt die einzelnen Informationen zu einem Bild zusammen, das katalogisiert und mit den Erinnerung meines Verstand abgeglichen wird. Das automatisierte Lösen eines Puzzles. Teil für Teil. Unsere Welt wird in unserem Gehirn zusammengesetzt. Sinn für Sinn. Teil für Teil.

Meine Schritte hinterlassen Spuren im feuchten Sand. Ich bin alleine in dieser Welt und genieße die Stille, lausche dem Takt, der in meiner Brust schlägt, und der Musik des Wassers. Frei von Regeln, frei von Schmerz, frei von Gier. Doch etwas fehlt und mein Herz pocht während ich an meine Feuerstelle zurückkehre um nachzudenken.

Zitat der Stunde

"Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie."

Aldous Huxley


wohl wahr, wohl wahr ...

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Fenrir

Achja das Alter. Mein Vater ist heute Fünfzig geworden. Fünfzig Jahre, in denen ich viel von ihm lernen konnte, vor allem was die bildende Kunst und die Fotografie angeht, aber auch in anderen Lebensbereichen. Eine gute Gelegenheit einmal ein wenig Werbung für seinen Blog zu machen. Wer polemische Politiksatire, Tierfotografie und 3D-Art mag, wird sich dort sehr wohl fühlen. Nur zu empfehlen;)

http://fenrirxxl.blogspot.de/

Als Tribut poste ich mal eins meiner aktuelleren Bilder:)


Wenn sich jemand fragt, was "Kami" oben rechts bedeutet, den kann ich nur um Geduld bitten. Die Magierin spielte schon einmal die Hauptrolle in ein paar Kurzgeschichten und wird sich in meiner nächsten Geschichte wiederfinden, wenn ich mein aktuelles Projekt abgeschlossen habe (was sich momentan wegen der Zeichnerei ein wenig schleppt und studieren muss man ja auch irgendwie nebenbei), indem sie allerdings für das aufmerksame Auge einen Kameoauftritt haben wird:D

PS: Die Skizze stammt natürlich nicht aus der Zukunft, sondern müsste am 14. entstanden sein.

Dienstag, 16. Oktober 2012

Haiku

Ich mache ja gerne kleine Genre-Exkurse. Crossover-Reisen. Heute mal ein Ausflug in die japanischen Kurzgedichte:D



Stand am Strand

Spiegel um mich zersplittert

Sehe Schönheit in der Welt verschlossen

Sehe Zerstörung offen.


Nein, ich bin nicht depressiv, die Zeilen sind neulich in der UBahn eingefallen und ich fand sie passen zueinander;)

Freitag, 12. Oktober 2012

Halloween die 2.

Erst einmal monoton eingefärbte Skizze abfotografiert von der Vergrößerung im A3-Format:)


Bin ich schon zufriedener mit als mit meiner ersten Photoshop-Coloration :D