Donnerstag, 30. August 2012

Helge und die Herrentorte

Helge Schneider wird heute 57. Musikalisches - naja sagen wir besser komödiantisches - Talent und ein extravaganter Geschmack für Herrenmode zeichnen ihn bis heute aus. Dazu ist er auch noch das Feriendomizil von Udo Lindenbergs Seele, oder zumindest seiner Stimme.

Seit 22 Jahren singende Herrentorte: Katzenklo, Käsebrot, Fink und Zeisig. Ich hab mir die Freiheit genommen und einmal das legendäre Duett verlinkt, als er bei Stefan Raab zu Gast war;)


Dienstag, 28. August 2012

Der Pranger

Ein wütender Papst sorgt immer für hohe Auflagen. Das wusste schon Dan Brown, jetzt wissen es auch die Herausgeber der Titanic. Wer lernt wieder einmal nicht dazu? Die katholische Geistlichkeit :O

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/titanic-redaktion-nutzt-prozess-gegen-papst-cover-fuer-werbung-a-852627.html#ref=rss

Montag, 27. August 2012

Tiger

Löwen, Tiger, Bären, Haie. Die großen Jäger. Sie faszinieren bis heute. Früher, als der Mensch noch Jäger und Beute zugleich war, hat man sie verehrt. Es war Ausdruck des Neids eines vergleichsweise schwachen Menschen, der nichts weiter hatte als seinen Verstand. Bär, Wolf, Tiger und Co wurden zu spirituellen Instanzen. Kein Wunder, dass die ältesten Religionen Tiere oder Geister in ihrer Gestalt verehrten. Der frühe Mensch sah in ihrer Anmut und Stärke das Göttliche hervortreten.
Mit der Zivilisation änderte sich das Bild vom großen, anmutigen Räuber. Der Mensch, beseelt durch die neue Kraft, die ihm Metall und Feuer gegeben hatten, verlor die Furcht vor denen, die ihm einst überlegen waren. Edle Geister degenerierten zu Symbolen. Die Stärke von Pranken und Zähnen verkam zu Pelz und Knochen, die einen Preis auf einem Markt erzielen. Vom Naturgeist zur Ware. Die Jäger wurden zu Gejagten der Geltungssucht der einstigen Beute. Hier war er, der neue Herrscher, der neue König über den Planeten und wie bei jedem Machtwechsel musste das alte Regiment abgesetzt und hingerichtet werden.
Darum sind die großen Räuber heute vom Aussterben bedroht. Durch Rodung, Umweltgifte und Jagd. Der Respekt vor Raubkatzen, Bären und Wölfen hat sich gehalten. Ebenso die Angst. Sie sind in uns geblieben zusammen mit organischen und psychischen Rudimenten aus der Jäger- und Sammlerzeit. Vielleicht kann man dadurch erklären, warum die großen Räuber bis heute die Hauptattraktion in jedem Zoo darstellen. Allerdings ist dieser Respekt und auch die Angst nur noch schwach ausgeprägt und schwindet weiter, wenn man die einstigen Könige durch Reifen springen sieht und hohe Gitter und Mauern den Menschen vor dem Räuber abschirmen. Schließlich ist auch Arroganz ein wesentlicher Bestandteil der menschlichen Seele geworden. Sie kam mit der Zivilisation.
Die Helden der Antike scheiterten immer an ihrem eigenen Stolz. Ein Domteur wurde von dem Tier angegriffen, dass er von klein an aufgezogen hatte. Eine Tierpflegerin ist gestorben, weil sie unachtsam war. Der Tiger wurde erschossen. Die Machtverhältnisse wiederhergestellt. Es ist eine unbequeme Wahrheit, die uns die Arroganz, der wir Zivilisierten verfallen sind, verschleiert und die uns in diesen Momenten wieder bewusst wird: Man kann und wird niemals alles kontrollieren können. Nichtsdestotrotz ist die Arbeit der Zoos wichtig, um diese einzigartigen Tiere zu erhalten, damit sie nicht vollends zu Legenden verblassen. Man sollte jedoch nie vergessen, wer dort hinter dem Gitter auf und ab wandert. Der Respekt muss gewahrt bleiben.

http://www.koeln.de/koeln/nachrichten/lokales/tiger_aus_koelner_zoo_ausgebrochen_632878.html

Sonntag, 26. August 2012

Das schwarze Schaf in Limburg

Da hat man mal wieder ein Beispiel für heuchlerische Kirchenvertreter, der in diesem Fall in Limburg sitzt und das Bischofsamt bekleidet. Oder besser gesagt dessen Privilegien ausnutzt. Ich denke, Jesus würde sich im Grab umdrehen, wenn er das sehen könnte. Das hätte er wohl schon bei dem Bau des Petersdoms getan. Schade, dass er offenbar nicht mehr gewillt ist von den Toten aufzuerstehen. Dann könnte er seinen schwarzen Schafen mal ein saftige Ohrfeige verpassen. Unwahrscheinlich.
Er würde in seiner Gewaltlosigkeit wohl eher ernüchtert zum Buddhisten werden, wie viele denen die Heucheleien der "Firma Gott" auf den Geist gehen. Immerhin haben wir hier wieder eine Paradegeschichte aus dem Dunstkreis päpstlicher Autokratie, über die man sich als Heide köstlich amüsieren und den Kopf schütteln kann.

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/limburger-bischof-verkaufte-immobilienpaket-ans-eigene-bistum-a-852144.html

Samstag, 25. August 2012

Kategorie: Fragmente

Fortan werde ich mich bemühen einmal in der Woche, eine losgelöste Szene zu schreiben. Es geht dabei um die Anregung und die Darstellung einer Situation, nicht um das Erzählen einer in sich geschlossenen Geschichte, die müssen sich Leser und Autor selber denken. Ferner dient es mir auch als stilistische Übung. Von daher sind Kritik und Verbesserungsvorschläge jederzeit erwünscht. Viel Spaß beim Lesen:)

Fragmente: Milos Tauchgang

Es war der 18. Oktober 1895, als die RMS Leeroy in der Tiefe verschwand. Ein Sturm war aufgezogen. Die Wellen hatten das Passagierschiff hin und her geschleudert, als bestünde es aus Pappe und nicht aus Stahl. Es war zum Spielzeug Poseidons geworden und der schien einen Groll gegen den Kapitän zu hegen. Es hieß, dem Kapitän wären nur zehn Minuten geblieben, um einen Notruf an das Festland zu senden und die Evakuierung zu organisieren, dann war das Schiff voller Wasser gewesen. Es musste ein grauenvolles Gefühl gewesen sein, den dumpfen Schlag zu hören, der das Riff ankündigte. Sekunden, bevor der Aufprall alle zu Boden warf. Die Rettungskräfte bargen dreizehn Überlebende, während Besatzung und die übrigen 130 Passagiere vermisst blieben. Ertrunken, erschlagen. Familien wie Alleinstehende. Unternehmer und Ölmagnaten in den geräumigen Luxuskabinen ebenso wie die Arbeiter, die den Kohleofen befeuert hatten. Die Natur machte keinen Unterschied zwischen arm und reich, gut oder böse.
Manchmal dachte Milo an diese Dinge, bevor er tauchen ging. Ein Wrack war immer mit einer Geschichte verbunden und die war meistens schlecht ausgegangen. Er spürte den frischen Seewind auf dem Gesicht und rieb sich die Nase an der Stelle, wo die Taucherbrille saß. Im Neoprenanzug saß er am Rand seines Zodiacs, die Beine im Wasser. Am Horizont zeichnete sich die Küste Kubas ab, darüber erstreckte sich klarer blauer Himmel. Das Meer zeigte sich von seiner freundlichen Seite. Milo versuchte sich vorzustellen wie es in jener Nacht gewesen sein musste, als die Leeroy sank. Die Sonne glitzerte auf den flachen Wellen.
"Willst du da Wurzeln schlagen?", fragte jemand am Bug des Schiffs.
Es war Kate, die an ihrem Laptop mit dem wasserfesten Gehäuse saß und die Fotos der letzten Tour durchging. Die Kamera mit dem Plastikgehäuse lag neben ihr. Sie hatte genug gesehen, er wollte noch einmal runter. Milo grinste und nahm das Mundstück und gab ihr ein Zeichen: Alles Okay. Dann ließ er sich mit geschlossenen Augen ins Wasser fallen. Eine angenehme Kühle umfing ihn und der Druck legte sich auf seine Ohren, kapselte ihn ab von der Welt dort oben, in der 30 Grad im Schatten herrschten und irgendwelche Politiker glaubten sie müssten Entscheidungen über sein Leben und das von Millionen anderen fällen. Er öffnete die Augen und konnte durch das Plexiglas seiner Taucherbrille das Riff erkennen, dessen gezackter Kamm sich in der Ferne als undeutlicher Schatten abzeichnete. Dort war das Schicksal der Leeroy besiegelt worden. Die Strömung hatte das Schiff noch einige Meter weiter gerissen und lag nun auf flachem Sandgrund. Die Strömung zeichnete sich in den Wellen im Sediment ab und Sonnenstrahlen stachen durch die Oberfläche bis zum Grund vor.
Bald hatte er das Wrack vor sich. Der Stolz des Passagierdampfers war unter Rost, Schwämmen und Weichkorallen verschwunden. Milo nahm sich die Zeit und schwamm einmal um das Schiff herum, bevor er sich näherte. Im Rumpf, auf noch Teile des roten Anstrichs zu erkennen waren, prangte ein schwarzes Loch. Dann ließ er sich tiefer sinken, um in das Loch hineinzusehen. Doch es war zu dunkel, um irgendwas zu erkennen. Beim ersten Tauchgang hatten sie Scheinwerfer dabei gehabt, für die Fotos. Die beständigen Geräusche des Atemgeräts und das allgegenwärtige Rauschen des Wassers gaben der Ruine eine geisterhafte Ruhe.
Milos Blick verharrte auf einer Gruppe von Seeanemonen, dann ließ er sich noch tiefer sinken. Es war nicht selten, dass man im Sediment, das ein Wrack umgab, alte Sachen fand. Es waren seine Andenken, die Erinnerung an eine weitere Katastrophe, deren Überreste er gesehen hatte. Es war eine Erinnerung an die Kunst des Verfalls und dass man sie nicht vom Leben trennen konnte. Etwas zerfiel und machte Platz für etwas neues. Der silberne Anhänger, den er schließlich fand, war korrodiert und hatte die Form eines Delfins. Als Milo ihn anhob förderte er noch eine Kette zutage und wirbelte den Schlamm auf. Er verstaute die Halskette in seiner Beintasche. Es war eine gute Trophäe, eine erfolgreiche Jagd.
 In der nächsten Stunde erkundete er abermals das Wrack und war allein mit sich und seinen Gedanken. Die Fische schienen diesen Ort zu meiden. Er hob den Kopf und erkannte die Silhouette des Bootes an der Oberfläche und in einiger etwas Anderes.
Es war der Schatten, vor dem Milo sich immer gefürchtet hatte, seit er im offenen Meer tauchte. Der Hai bewegte sich elegant und näherte sich zielstrebig. Milo spürte wie sein Herz schneller schlug. Wärme stieg ihm ins Gesicht. Mit aller Kraft stieß er sich vom Wrack ab und erkannte im gleichen Moment, dass es ein Fehler war. Er sah sich plötzlich Auge in Auge mit dem König, in dessen Reich er eingedrungen war.
Milo wusste natürlich, dass die Geschichten vom menschenfressenden Killerhai Ammenmärchen waren, dennoch suchte sein Verstand fieberhaft nach Bildern, um ihn zur Flucht zu treiben. Blut kam darin vor und Kate, die seinen Leichnam aus dem Wasser ziehen würde. Doch wie jeder erfahrene Taucher wusste Milo, dass hastige Bewegungen, die Tiere erst recht neugierig machten. Er zwang sich zur Ruhe.
Respektiere ihn, halte ihm stand. Der Raubfisch versetzte Milo einen Stoß mit der Schnauze und schwamm so dicht an ihm vorbei, dass Milo die raue Haut berühren konnte. Das Tier störte sich nicht daran und begann Kreise um den Taucher zu ziehen.
Ein Teil in Milo, der ebenso neugierig zu sein schien wie der Hai, wollte, dass dieser Moment nie zu Ende ging, der andere versuchte ihn zu überreden zum Boot zu zurückzuschwimmen.

Freitag, 24. August 2012

Hü und Hott

Ein interessanter Artikel über Wirtschaftswissenschaften von Georg Diez auf spiegel.de. Ironisch, süffisant und mit kleinen und großen Wahrheiten gespickt, die jedem vor der Nase liegen aber neunzig Prozent der Menschen immer noch nicht bereit sind zu akzeptieren:

"Die Lüge vom Hü und vom Hott"

Donnerstag, 23. August 2012

Ist das Kunst oder kann ich das wegmachen?

Aus Gutmütigkeit passieren manche Missgeschicke. Ein gutes Beispiel, warum man das Restaurieren alter Fresken lieber den Profis überlassen sollte, zeigt der Fall einer Rentnerin aus dem spanischen Örtchen Borja. Der 80jährigen gefiel der Erhaltungszustand eines Jesus-Freskos wohl nicht, sodass sie beherzt zum Pinsel griff und sich ohne um Erlaubnis zu fragen an die Arbeit machte. Gut gemeint ist halt nicht immer gut gelaufen. Unterhaltsam ist die Geschichte allemal, wobei ich mir nicht sicher bin, ob ich als Archäologe/Historiker über den Vorfall eher lachen oder weinen soll.
Hierzulande fällt ja auch öfters moderne Kunst der Frage "Ist das Kunst oder kann ich das wegmachen?" zum Opfer, wobei ich die Putzfrauen noch teils verstehen konnte - Einiges, was in der abstrakten Moderne als Kunst deklariert wird, hat es - meiner Meinung nach - nicht verdient so bezeichnet zu werden. Anderes wiederum, welches eine Ehrung verdient hätte, gerät in den Schatten dieser zu Unrecht mit vielen Nullen dotierten Werke, die auch ein Kleinkind oder ein Orang-Utan hätte malen oder errichten können. Da fällt es einem leichter über den Vorfall zu schmunzeln.

Mehr zur missglückten Restaurierung bei spiegel.de

Mittwoch, 22. August 2012

Republikaner, Schafe und Inquisitoren

Die Republikaner haben öfters bewiesen, dass sie ein Kabinett der Witzfiguren und Lobbyisten sind. Nun wurde das Wahlprogramm für die anstehenden US-Wahlen präsentiert und riecht nach Tea Party. Ob ein radikales Nein zu Abtreibung und Homoehe überhaupt etwas mit den Gedanken der wahren Bostoner Teapartybewegung, die mit Protest gegen Kolonialunterdrückung zu tun hatte, bleibt zu bezweifeln. Wahrscheinlich hätten sich die Initiatoren beim Anblick von geschnitzten Pappaufstellern wie Mitt Romney oder Sarah Palin im Grab umgedreht. Spätestens dann, wenn sie im Gespräch von deren Bildungsstand erfahren müssten.
Es ist schlimm genug, dass solche Menschen die Möglichkeit bekommen eine Supermacht zu kontrollieren. Von der Intrigantenpolitik der Republikaner zeugt Vieles (Waffenfreiheit trotz gehäufter Zahl von Amokläufen und Unfällen über Kritik an der Unfähigkeit Obamas, die sie durch ihre Blockadeposition selbst zu verantworten haben bis zur ständigen Wälzung derselben Parolen und Sicherung von Lobbyinteressen), das Schlimme daran ist, dass Amerikaner dem billigen Gewäsch - Ich nenne es nur äußerst widerwillig Politik - auf den Leim gehen.
Hoffen wir für September einfach, dass es mehr aufgeweckte Amerikaner als dumme Schafe, die im Chor "In God we trust" singen, gibt und Obama wiedergewählt wird. Hoffentlich ohne Blockademehrheit, damit er diesem Land die Reformen geben kann, die es dringend braucht. Ansonsten geht die Supermacht einen weiteren Schritt Richtung Mittelalter zurück und am Ende werden dort wieder Hexen verbrannt.

Mehr dazu

Dienstag, 21. August 2012

Der dunkle Turm kippelt mal wieder

Der dunkle Turm steht schief. Nachdem die Produktion das erste Mal von Universal Pictures auf Eis gelegt wurde, übernahm Regisseur Ron Howard die Pläne für die Verfilmung der düsteren Geschichte um Revolvermann Roland Deschain, wobei es sich um einen Ausflug von Horrormeister Stephen King in eine surreale Mischung aus SF-Dystopie, Western und (Artus-) Fantasy handelt. Es sollten Filme und eine Fernsehserie entstehen. Nun hat auch Warner Bros das Projekt fallen gelassen: Zu teuer und zu risikoreich.
Da bleibt für den ambitionierten King-Leser nur die Hoffnung auf die Übernahme durch einen weiteren Produzenten. Sonst bleibt die siebenteilige Buchreihe vorerst Kopfkino. Immer noch besser, als den guten Stoff in einem schlechten Film sehen zu müssen wie es in der Vergangenheit mit einigem King-Stoff geschehen ist. Die Zukunft wird es zeigen oder besser: Die Welt dreht sich weiter;)

Hier mehr:

http://insidemovies.ew.com/2012/08/20/the-dark-tower-falls-warner-bros-takes-a-pass-on-brutal-fantasy-epic-breaking/

Montag, 20. August 2012

Regentänze

Da denkt man, es wäre Schluss mit den tropischen Temperaturen "des Saharawochenendes". Böse Zungen behaupten ja, die Wettergötter wollen uns für unseren Unmut über den regnerischen Juli bestrafen. Für heute hat man uns Gewitter versprochen, aber außer einem Tröpfeln kam nichts. Kollektive Verstopfung in der Stratosphäre.
Vielleicht muss man seinem Glück aber auch ein wenig nachhelfen, hier einige konstruktive Denkansätze (Wirksamkeit ohne Gewähr):







Und da das alles sowieso nichts bringt, versuchen wir uns den Regen doch lieber vorzustellen;)




Sonntag, 19. August 2012

Warum Julian Assange ein Held ist

Die Meinungs- und Redefreiheit wird im Westen hochgeschätzt. Sie ist das Grundelement jeder Demokratie. Wenn in einem Staat keine Meinungs- und Redefreiheit mehr herrscht ist er de facto keine Demokratie mehr.  Die Augen richten sich bei diesem Gedanken sofort nach Russland und China.
Jemand sagte einmal, dass Journalisten die Wächter der Demokratie seien. Ob sie das wirklich tun oder die Option auf MeinungsBILDung für billige und reißerische Geschichten (Der nächste Nahrungsmittelskandal kommt bestimmt) verwenden oder von einer Lobby beeinflusst werden sei dahingestellt. Dem Enthüllungsjournalismus, wie er einst Nixon zu Fall brachte, wird heute kaum noch Respekt gezollt, obwohl sich diese Menschen bewusst ins Fadenkreuz mächtiger Organisationen stellen.
Wikileaks hat Respekt verdient. Es spielt keine Rolle, ob an den Vorwürfen gegen Julian Assange etwas dran ist (Ich bin da eher skeptisch: Wenn du einen Mann vernichten willst, klage ihn eines Sexualverbrechens an - Siehe Fall Kachelmann). Deswegen ist es auch eine edle Entscheidung von Correa ihm Asyl zu gewähren. Der aufgesetzten Seifenoper, dass Wikileaks durch die Veröffentlichung von geheimen Depeschen die Leben von Informanten und Soldaten gefährdet habe, sollte dem wachen Verstand nur ein Schmunzeln abkämpfen. Wikileaks hat der Welt vor allem Kriegsverbrechen gezeigt, die unter den Teppich gekehrt werden sollten. Von einem Land, das als Mutterland der Demokratie präsentiert wird und sich auch selbst so sieht.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/assange-fordert-ende-der-hexenjagd-auf-wikileaks-a-850860.html

Freitag, 17. August 2012

Bilder vom Ideenpark

Die Bilderserie vom Ideenpark in Essen, dem ich am Dienstag besucht habe, ist nun fertig.



Zunächst ging es in den Weltraumbahnhof


Dort konnte man üben Marsrover zu steuern


und ein Astronautentraining ablegen


Ein 3D-Drucker bei der Arbeit


Supratechnologie: Schweben mit Diamagneten und gefrorenem Stickstoff


Auch vergangene Erfinder wurden geehrt: Leonardo DaVincis nie gebaute Flugmaschine


Design von Morgen verbunden mit Nachhaltigkeit war das Motto der Messe


Da konnten einem schon mal fliegende Untertassen vor den Kopf surren


Motoren und Turbinen gab es natürlich auch reichlich


aber auch grüne Akzente


In der Bionikabteilung konnte man sich sogar ein Tütchen Saharasand abfüllen


In der iUni gab es wissenschaftliche Zaubertricks


Experimente gab es auch bei Kopfball in der Ideen-Arena und eine thermochrome Tasse zu gewinnen


Höhepunkt war wieder die Daily Info Show mit dem japanischen Roboter Asimo und WDR- Mann Ralf Caspers


Die dann auch für Stimmung sorgten


und ihr sportliches Können bewiesen













Wenn Menschen glauben, dass sie richtig glauben ...

Die Kirche amüsiert unsereins ja immer wieder:

http://de.wikipedia.org/wiki/Heilige_Vorhaut

Ich leite das mal kommentarlos weiter. Es spricht für sich. Danke Patrick für den Lacher :D

Donnerstag, 16. August 2012

Gamescom

Da ich hin und wieder in virtuellen Welten unterwegs bin und einiges getestet habe, stößt man schnell auf den Start der Gamescom in Köln. Die Gamercommunity war und ist ja häufig Vorurteilen ausgesetzt und Betrachter und Betroffene mögen es so oder so sehen. Jede Münze hat zwei Seiten und man kann nicht verneinen, dass sie existieren. Es gab mal eine Zeit, da habe ich exzessiv gespielt und kann im Nachhinein über die vergeudete Zeit nur den Kopf schütteln. Die Begeisterung für das Kunsthandwerk hinter den Spielen (Warcraft, Starcraft, Diablo), interaktive Geschichten (Adventures) und E-Sport (League of Legends) ist geblieben.

Zum Start der Gamescom zwei gut gemachte Trailer:)



Mittwoch, 15. August 2012

Mogelpackung E10

E10, hinter diesem Kürzel verbirgt sich eine ganze Menge. Faktisch gesehen ist E10 Benzin, das mit 10% Bioethanol versetzt wurde. Dadurch sollen laut EU, Regierung und Mineralölkonzernen die Treibhausemissionen gesenkt werden. Wenn man genauer darüber nachdenkt - da ich vorhin in den Nachrichten wieder einmal davon hören musste - ist es ein zynischer, schlechter Witz. Man könnte genauso gut dem Papst erzählen - Verzeihung wegen der blasphemischen Äußerungen, aber das liegt einfach in meinem Charakter -, er solle seinen Kammerdiener wegen der Weitergabe von vertraulichen Dokumenten wegsperren und ihn durch einen willfährigen ersetzen - An den Korruptionsvorwürfen, die dadurch publik wurden, ändert es nichts.
Um den schlechten Witz besser zu verstehen, muss man sich klar machen, was Bioethanol ist. Ethanol wird aus Biomasse destilliert, de facto entsteht es aus pflanzlichem Material, das man in einen Kübel geschüttet und Hefepilzen zum Fraß vorgeworfen hat. Dabei geschieht im Grunde dasselbe wie bei der Bier- oder Weinherstellung: Zucker wird zu Alkohol. Als Rohstoff für die Herstellung rentieren sich daher zucker- und stärkehaltige Pflanzen wie z.B. Mais und hier liegt der Haken, der von Politik und Industrie unter den Teppich gekehrt worden ist.
Nur 12% der Fermentationsmasse - im Bierbraugewerbe: Maische - wird in Alkohol, sprich Ethanol, umgewandelt. Das führt dazu, dass große Mengen benötigt werden um genügend reines Ethanol für unsere Tankstellen zu gewinnen. Aus Tonnen von geerntetem Mais wird also im Endeffekt nur ein Bruchteil zu Brennstoff, eine Ernte die anderswo fehlt. Sie verdrängt den Nahrungsmittelanbau, was vor allem während einer Dürreperiode, wie sie momentan in Amerika und anderen wichtigen Maisproduktionsländern vorherrscht, und in Entwicklungsländern, die durch den Weltmarkt zum Anbau von diesen "Cash Crops" - also Exportgütern, die nicht für die Eigenversorgung genutzt werden - gezwungen sind, zu Problemen und Nahrungsmittelknappheit. Abgesehen davon ist Mais eine sensible Pflanze, die Unmengen an Dünger, Wasser und Pflanzenschutz benötigt - je nach Anbauland ist daher "Bio" ein ziemlich dehnbarer Begriff.

Wir sparen also CO² ein, um eine EU-Richtlinie erfüllen zu können und uns als Umweltschützer zu fühlen und verbrennen dabei Lebensmittel, während Leute an anderen Stellen des Globus verhungern. Von giftigen Nebenprodukten, die bei der Verbrennung von Maisethanol - bedingt durch Dünger und Pflanzenschutz - entstehen, einmal ganz zu schweigen. Eine viel versprechende Alternative wäre die Gewinnung von Ethanol aus Cellulose, die sich in der Entwicklung befindet und sich noch - wie so oft ausschlaggebend in der Wirtschaft - nicht rentiert. Sie birgt aber das Potenzial günstiger, umweltschonender und sozialverträglicher zu sein, da das Rohmaterial nicht aus Agrarpflanzen, sondern aus jeglichen Pflanzen und Pflanzenteilen gewonnen werden kann, die im Anbau weniger Fläche brauchen und anspruchsloser sind.

E10 aus Maisethanol ist und bleibt also keine Lösung und ist reines Lobbymarketing für die Mineralölkonzerne, egal wie schön der "Biokraftstoff" geredet wird.

Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Bioethanol

http://de.wikipedia.org/wiki/E10_(Kraftstoff)

http://www.heise.de/tr/artikel/Umweltschaedliches-Maisethanol-276151.html

Dienstag, 14. August 2012

Krupp läd ein: Ideenpark

Ein weiterer angenehmer Sommertag, der über erdrückende Schwüle dann in einem Regenguss zu Ende ging. Ich war und bin noch geprägt von den Eindrücken aus der Messehalle in Essen, die seit kurzem gratis ihre Pforten für Technikbegeisterte aller Alter geöffnet hat. Um zehn Uhr empfing mich der Weltraumbahnhof mit seinem freihängenden Planetarium und mit einer Tanzeinlage japanischer Meisteringenieurskunst in der IdeenPark-Arena endete meine Reise durch alle Gebiete der Naturwissenschaften und ihren modernsten Errungenschaften: Flotte Schlitten - mit Wasserstoffantrieb versteht sich - waren ebenso vertreten wie Modedesign aus recyceltem Material, mit flüssigem Stickstoff und Diamagneten betriebene Supraleitungen genauso wie Modelle zu den Erfindungen Da Vincis.

Dazu noch sprechende, errötende Roboter, Touchscreens der neusten Generation, vierrotorige Flugscheiben, begehbare Dosen, 3D-Drucker und Marsrover im Miniformat. Die Bilderserie zum Tag gibt es dann morgen, wenn ich das Material (6 GB) ausgewertet habe:P

Montag, 13. August 2012

Monty Python

Die olympische Abschlussfeier hat es mal wieder gezeigt, Monty Python ist Kult. Deswegen habe ich mir mal die Freiheit genommen die besten Szenen der Klassiker zu verlinken;)









Sonntag, 12. August 2012

Fragmente: Dianas Lektion

Das Zirpen der Grillen läutete die Abend ein. Sie versteckten sich im hohen Gras, das sich vor der Brise neigte, als würde es sich unterwerfen. Diana saß gegen eine einsame Eiche gelehnt und wartete auf die Dämmerung. Heute war ihre Zeit gekommen. Sie spürte es. Das Feld dehnte sich bis zum Horizont aus. Wolken schwebten blutgetränkt dorthin, wo der Wind sie haben wollte.
Diana ließ ihren Blick schweifen. Sie wollte nicht, dass ihr etwas entging. Jedes Detail war wichtig, jede Bewegung elementar. Das war eine ihrer ersten Lektionen gewesen. Doch alles, was sich bewegte waren Halme und Blätter im Wind. Einmal verschwand ein Kaninchen in der Brombeerhecke, die das Feld von der Autobahn trennte. Ein anderes Mal war sie zusammengezuckt, als eine Krähe sich mit einem Schrei aus dem Roggenfeld erhob und davonflatterte. Eine normale Krähe.
Sie musste an ihre Kindheit denken, die sich auf einer weit entfernten Insel zu befinden schien. Nur noch ein Foto von einem Atoll in einem Reisekatalog. Sie beobachtete die Sonne bei ihrem Niedergang. Auch wenn ein frischer Wind aufgezogen war, spürte sie die Wärme der letzten Strahlen auf der Haut. Sie dachte an ihre Eltern, diese Spießer in ihrer Apartmentwohnung im gehobenen Viertel Hamburgs. Sie hatte diesem Leben nie viel abgewinnen können. Der einzige Vorteil war, dass man ohne Mühe an die Dinge kam, die man haben wollte. Er hatte alles abgerissen und eingeebnet, war mit einer Planierraupe über ihr Leben gefahren und hatte die Wirklichkeit neu eingeebnet.
Seit ihrer ersten Begegnung hatte sie beschlossen so zu werden wie er. Und wenn sie etwas beschloss, rannte sie solange gegen Mauern bis sie es erreichte. Ihr Vater hatte ihr früher vorgehalten, sie sei stur. Diana empfand das nicht als Manko, sie empfand es als befreiend. Sie war frei, zu denken und zu tun, was sie wollte. Wenn man etwas wollte konnte man es mit Leidenschaft verfolgen.
Die Karte, die sie in der Hand hielt, hatte nach wie vor nichts besonderes. Sie blieb gewöhnlich, egal wie oft Diana sie gegen das Licht hielt oder in der Hand drehte. Sie fragte sich, warum er sie ausschickte, um Karten wie diese zu holen. Es war der Pik-König eines gewöhnlichen Kartenspiels. Natürlich war Diana nicht in der Lage das zu beurteilen. Noch nicht. Sie war die Schülerin. Die Beine angezogen streckte sie ihre Arme und ihren Rücken, die vom langen Sitzen allmählich steif wurden. So langsam könnte er sich blicken lassen. Kaum hatte sie den Gedanken gefasst, zog eine Brise auf, die sie frösteln ließ. Sie schob sich eine Strähne des schwarzen Haares aus dem Gesicht, sprang auf und gesellte sich zu dem Mann, der inmitten des Getreides erschienen war.
Mittlerweile beeindruckte Diana das theatralisches Gehabe nicht mehr. Es war als würde der Verstand im Laufe der Zeit immun dagegen. Beim ersten Mal war sie überrascht gewesen, doch seitdem war über ein Jahr vergangen. Seit sie von Zuhause ausgerissen und sich einem Magier angeschlossen hatte.
"Du bist früher dran als sonst", sagte Diana. Sie hielt ihm die Karte hin, die der Magier sofort in seinem Mantel verschwinden ließ. Er war in Weiß gekleidet, mit Lacklederschuhen und einem Hut, mit schwarzem Band. Sie vermied es, ihm in die Augen zu sehen, während er sie intensiv musterte. Es waren harte Augen, die Augen eines gealterten Lebenskünstlers. Doch sein sorgfältig gestutzter Bart und der Geruch seines Rasierwassers ließen ihn wie einen Adligen wirken. Dass die Öffentlichkeit ihn für einen halben Kriminellen hielt, kam dem Betrachter kaum in den Sinn. Vielleicht war das seine Stärke, ein Teil der Täuschung und Illusion, die ihn umgab.
"Sehr gut, sehr gut", sagte er.
Es klang als wäre er mit den Gedanken woanders. Diesen Eindruck hatte Diana in seiner Nähe öfters, doch sie wusste, dass ihm nichts entging.
"Die nächste Karte befindet sich in einem Gebäude, einer ehemaligen Stahlfabrik, in einem Dorf 200 Kilometer nördlich."
Sie verdrehte die Augen. "Noch eine? Was ist an diesen Karten so besonders, dass wir sie sammeln?"
"Du sammelst sie."
"Ja ich und ich werde dabei fast getötet. Letzte Woche hat mich ein Bulle fast erschossen! Nicht zu schweigen von den Anderen. Gestern, als ich diese Karte aus der Bank gestohlen habe, hatte ich ein ganzes Bataillon auf den Fersen."
Der Mann hockte sich hin und pflückte einen Getreidehalm, auf dessen Ähre ein schwarzroter Käfer krabbelte.
"Niemand hat behauptet, dass der Pfad, den du gewählt hast, leicht ist. Geduld ist eine Tugend, Diana. Sie kann nur belohnt werden." Er grinste und betrachtete wie der Käfer sich ungelenk vor und zurück bewegte. "Du wirst die Früchte deiner Arbeit eines Tages ernten."
Bestimmt war er es, der ihr die Jäger auf den Hals gehetzt hatte. Test folgte auf Test. Nur dass man diesen Test nicht wie eine Führerscheinprüfung wiederholen konnte. Sie unterdrückte ihre Wut und zwang sich tief einzuatmen, um sich zu beruhigen. Er wandte ihr den Rücken zu.
"Gut. Selbe Zeit, selber Ort?"
"Du kennst mich, ich bin immer pünktlich." Der Halm hatte sich in eine Rose verwandelt, die er ihr überreichte. Diana wollte sie ihm aus der Hand schlagen und darauf herum trampeln, doch sie nahm die Blume an. Es war einer dieser Tricks, bei denen sie sich nie sicher war, ob es die eines Taschenspielers oder die eines Magiers waren. Sie nahm sich vor nächstes Mal genauer hinzusehen. Falls es ein nächstes Mal gab.
Am Blattansatz hing ein Schlüssel mit der Nummer 54.
"Eine weitere Lektion?", fragte Diana.
Ihr Lehrer ging nicht auf die Frage ein. Der Magier hatte ihr wieder den Rücken zugewandt und betrachtete die Dämmerung und die blutgetränkten Wolken. "Der Schlüssel passt zu einem Schließfach am Bahnhof."
Dann war er verschwunden, ohne Abschiedsgruß und ohne Wunsch. Diana wäre zufrieden, wenn er ihr wenigstens einmal viel Glück wünschen würde. Sie fluchte. Sie nahm den Schlüssel und warf die Rose achtlos ins Feld. Dann bahnte sich einen Weg zurück an ihren Platz. Ihr war es egal, ob sie dabei einen Trampelpfad hinterließ.
Zum ersten Mal zweifelte sie an ihrer Entscheidung, doch es gab kein Zurück mehr. Sie war aus einem Käfig ausgebrochen und in einem neuen gelandet.

Samstag, 11. August 2012

Pilgerfahrt nach Venlo

 Mal kommt der Zug verspätet, mal bleibt für zwanzig Minuten auf den Schienen stehen oder er wirft die Reisenden an verlassenen Bahnhöfen raus, wo es hieß: Der nächste Zug kommt bald. Wie man die Bahn kennt, passierte nichts und es blieb den Pilgernden nichts anderes übrig, als bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und scharfem Wind zu warten.
Dieses Mal war den Pilgernden zum Glück das Wetter hold, doch Bahn blieb Bahn. Unbekannte Schwierigkeiten führten dazu, dass wir die Gelegenheit hatten das idyllische Viersen näher kennenzulernen - War unsere Erfahrung damals doch nur auf den Bahnhof und den angrenzenden Park beschränkt. Der Bahnhof hatte sich gemacht: Kein Staub, kein Gebohre, dafür leere Bierflaschen und angesprungene Glasscheiben. Vorbei an Schlehenbüschen und Brombeerranken, die auf Bauminseln mit Asphalt und Beton koexistierten, fanden wir das nächste McDoof.
Die aufgezwungene Freizeit verbracht ging es weiter auf der Pilgerfahrt zu den zwei Brüdern, auch wenn wir die Party People, die in einheitlichen T-Shirts den Ex-Junggesellen Frank ehren wollten und zu diesem Zweck den Zug, der uns nach Viersen brachte, mit einem Ghettoblaster malträtierten, sehr vermissten, entschieden wir uns am entgegengesetzten Ende einzusteigen. Auch dort nicht befreit von sonderbarer Gesellschaft - Ein älterer Mann versuchte seinem Nachbarn Alltagswissen zu vermitteln - gelang es in Venlo zu landen.
Dann ging es rasch in den Imbiss, die Touristenpflichtfrikandel verzehren und im Anschluss in die zwei Brüder zwecks Beutezug.







Freitag, 10. August 2012

Ein Vormittag im Zoom

Eine kleine Safari im Zoom;)

Anfangs ist der Besuchersturm noch nicht groß

Schließlich beziehen die Wachposten Stellung, um sich die ein oder andere Pommes zu sichern

Auch die Affen gehen diesen Sommertag relaxed an


Spatzen sind auch hier nicht zu bremsen und sehr photogen

Plötzlich tauchte ein wildes Kapardor auf

Der Eine zeigte sein bestes Lächeln für die Kamera

während der andere keinen Bock hatte

Dieses Posen ...

ist ja auch anstrengend

Mit den Lemuren konnten die Besucher dann auf Tuchfühlung gehen

Noch mehr Krähen im Gebüsch

Die Orang-Utan-Dame bei der Morgengymnastik

Die Schneeeulen hatten es nicht so mit dem Sonnenlicht

Dafür die Bären mit dem erfrischenden Nass

Wilde Kreaturen unterwegs

Auch die Robben faulenzten

Die Eisbärendame ließ sich porträtieren

und das Schlusswort hatte der Wolf;)

Donnerstag, 9. August 2012

Prometheus

Prometheus ist ein Film, der sich mit einer Urfrage der Menschheit auseinandersetzt: Woher kommen wir eigentlich? Zumindest erhebt er den Anspruch darauf, welchem er dann allerdings eher nicht gerecht wird. Es handelt sich viel mehr um einen Film, der zeigt, was Naivität und Gier anrichten können.

Der Inhalt:
Zwei Archäologen finden überall auf der Welt in alten Kulturen, die keine Verbindung zueinander hatten dasselbe Piktogramm. Sie deuten es als Einladung in besagtes Sternensystem, in dem auch ein erdähnlicher Planet existiert. Dort landet dann das titelgebende Forschungsraumschiff Prometheus mit unangenehmen Folgen für die Crew.

Die Verbindung zu Ridley Scott's Alienfilmen ist auf die letzten Minuten des Films beschränkt. Ich möchte nicht spoilern, aber es sei gesagt, dass die Herkunft des Piloten, den Ripley und ihre Crew finden, geklärt wird und ein erstes "Protoalien" erscheint. Die Handlung erscheint, auch wenn sie einige Fragen offen lässt (was meiner Meinung nach aber kein Manko darstellt), durchdacht und gut strukturiert. In einer Zeitungskritik habe ich gelesen, dass der gesamte Film aus Fragen und noch mehr Fragen bestehen würde. Der Autor schien wohl nicht ganz dabei gewesen zu sein, denn es zieht sich ein roter Faden durch alle Szenen, die uns Ridley Scott präsentiert. Es ist nicht wie bei Lost, das sich der Handlungsfaden irgendwann in Staffel X verliert und schließlich auflöst und zu einem abstrusen Ende führt. Der Film liefert genügend Denkansätze für die eigene Fantasie, sodass sich am Ende jeder ein individuelles Bild von der "Entstehung der Menschheit" bauen kann.
Die Charaktere treten plastisch auf und wirken in ihrem Handeln lebendig. Im Laufe des Films treten ihre verdeckten Motive und Gefühle in Erscheinung und werden gekonnt in Szene gesetzt. Vor allem Micheal Fassbender in seiner Rolle als Android David ist dabei so gut, dass man teilweise frösteln muss.
Optisch ist der Film bombastisch: Effekte, Design, Szenerie beeindrucken, wenn man von dem Cthulhu-Tentakel-Viech, bei dem der Regisseur dann doch rein auf den Computer zugegriffen hat, was man dem Monster dann auf dem ersten Blick ansah, einmal abgesehen.

++++ Aufjedenfall ein Film, bei dem es sich lohnt ins Kino zu gehen:)

Hier noch der Trailer:


Surfing Crow

Was anderes zum Schmunzeln für zwischendurch. Nachher geht's dann ab in Prometheus, mit anschließender Kritik hier im Blog:)


Dienstag, 7. August 2012

Die Neugier ist bekanntlich auf dem roten Planeten gelandet und hat die ersten Bilder an die Heimat gesendet. Zu sehen ist darauf nicht viel: Ein Schatten, ein Berg am Horizont, Steine, Sand ...
"Curiosity" soll endlich die Frage klären, ob Leben auf dem Mars existiert hat und/oder ob er für eine in ferner Zukunft liegenden Generation - falls sie es nicht mehr auf der Erde aushalten sollte - bewohnbar gemacht werden kann. Nun inwiefern es logisch ist, sich einen Fluchtpunkt zu suchen, anstatt die Probleme des Heimatplaneten einmal anzugehen, sei dahingestellt. Interessanter ist die Frage, ob es Leben auf dem Mars gegeben hat.
Die Frage, ob wir allein im Universum sind, hat die Menschen seit jeher beschäftigt. Spätestens seit der "Alien"-Historie in den Jahren des kalten Krieges. Damals konnte man die Menschen noch durch ein einfaches Hörspiel von der Existenz der Invasoren vom Mars überzeugen, heute hat sich der Enthusiasmus ernüchtert und man ist man froh, wenn man tote - oder ganz gewagt: lebende - Bakterien im Marssand finden sollte, die nicht dorthin verschleppt wurden. Auf dem Mars pfuscht nun mal die schnöde Realität der Phantasie ins Handwerk: Zu kalt ist der Mars, die Atmosphäre zu dünn und die Frage nach dem Wasser nach wie vor ungeklärt.
Es ist unwahrscheinlich, dass heute noch Leben in besagter roter Wüste zu finden ist. Was man allerdings theoretisch finden könnte sind Fossilien, aus einer Zeit, als das Leben auf der Erde sich noch mit dem Landgang abmühte. Vielleicht hat sich ja auch eine alte Marszivilisation durch ihren "rücksichtsvollen Umgang mit ihren Ressourcen" selbst ausgelöscht. Das wirft die Frage auf, ob deren Politiker auch bis zuletzt diskutiert haben, ob es einen Klimawandel gibt, während Stürme mit 200 km/h die Ebenen verwüsteten.
Jetzt geht aber wirklich die Phantasie mit mir durch. "Curiosity" wird Antworten finden, auch wenn sie banal sein mögen. Dem wissenschaftlich Interessierten ist jede Antwort Recht, Hauptsache die Neugier ist gesättigt. Den Haushaltskritikern, die gegen das Milliardenprojekt Sturm liefen, sollte man einmal sinnvollere Sparziele als die Wissenschaft vor Augen führen - Das amerikanische Militär zum Beispiel oder den Unterricht in Schöpfungsgeschichte.


Erste Bilder von Curiosity;)

Montag, 6. August 2012

Cranger Kirmes

In den Medien läuft der schnellste Mann der Welt nach einmal blitzartig seine Ehrenrunde und Sigmar Gabriel versucht den ersten Vorstoß Richtung Wahlkampf. Das Wetter ist wechselhaft aber angenehm. Ideal für einen Trip zur Kirmes, die ja quasi vor der Haustür lagert. Mit der Kamera im Gepäck gehts um halb drei los. Auch wenn man, vermutlich erblich bedingt, nicht viel mit G-Kräften anfangen kann, für einen Backfisch und ein Eis lohnte sich die stickige Fahrt im Zubringer. Am Ende ist dann dabei noch ein - Zungenbrecher - Simpsonsplüschdonutsitzkissen rausgesprungen. Ein gelungener Nachmittag.




Sonntag, 5. August 2012

Zombieexperiment

Eine coole Idee, gerade im Netz drauf gestoßen. Fehlt noch Bill Murray im Zombiekostüm:D


Hallo zusammen!

Du weißt, dass du Christopher Nolan-Fan bist, wenn dir Michael Caine im Traum einen Vortrag hält, wie man eine größere Sache am besten angeht: Vielleicht ist es besser, sich nicht den Gipfel eines Berges vor Augen zu halten, sondern einen Fuß vor den anderen zu setzen. Ich weiß nicht, ob dieser Satz aus einem Film oder einem Buch stammt, ich denke eher nicht. Doch was zählt ist, dass er einen gewissen Wahrheitsgehalt besitzt. Dieser Blog heißt Tiresias - ein blinder Seher in den Epen der Antike -, weil es sich dabei, um das Alter Ego meines Protagonisten handelt. Näheres will ich dazu noch nicht enthüllen, doch für Interessierte werden auch noch Infos kommen, denn der Blog wird auch eine Art Schreibtagebuch für das, was ich mir vorgenommen hab darstellen.
Ich habe die Geschichte im Kopf und kämpfe nur mit dem inneren Schweinehund, um sie auf Papier zu bringen. Die Geschichte hat potenzial, denke ich. Das Potenzial, die gescheiterte davor wieder ins Leben zu holen. Nun hoffen wir, dass sich mit einer neuen Taktik die Schreibblockade besiegen lässt. Schritt für Schritt.

Zum Einstieg, ein paar Fotos, die schon ein paar Tage alt sind. Während eines Fototrips im Bochumer Tierpark geschossen;)