Sonntag, 30. März 2014

Das Gedankenspiel mit der Magie ... [Vol. 3]

Magie in meiner Welt ...


Ich habe mir also Gedanken gemacht zu diesem Gedankenspiel, das eigentlich ein Gedankenexperiment ist. Gehen wir doch einmal davon aus, dass ein Universum existiert, welches unserem in fast allen Facetten gleicht - nur das es eine Welt ist, in der Magie möglich wäre. Zumindest in einem Rahmen, den wir noch festlegen müssen.
Die Basis bildet eine unsichtbare Kraft, die alle Lebewesen und Gegenstände umgibt, und eine unsichtbare Quelle im Körper der Magier, mit der sie darauf einwirken können. Klingt ein wenig nach Star-Wars - der Grundgedanke orientiert sich auch daran - aber Avarios ist eine mittelalterliche/frühneuzeitliche Welt mit Schwertern und Schießpulver. Möglich wäre also das Bewegen von Gegenständen durch die Kraft der Gedanken, aber das allein wäre ja ein wenig langweilig, oder?
Man könnte sich auch vorstellen, dass die Magier dieser Welt auf nicht materielle Naturereignisse Einfluss nehmen. Etwa Wasser in Eis oder Dampf zu verwandeln oder Feuer zu entzünden und zu kontrollieren. Natürlich unter erheblichen Kraftanstrengungen, wir wollen die Dinge ja nicht zu einfach machen. Sonst wäre das Wetter in diesem Land unerträglich. Denkbar wäre außerdem, dass sie auch auf den Verstand von Lebewesen Einfluss nehmen können. 
Schließlich geht das teilweise schon ganz und gar ohne Magie. Man denke nur an die Zaubertricks der großen Meister der Mentalmagie und Hypnose. Es scheint also nicht besonders abwegig unsere Magier mit der Fähigkeit auszustatten, Illusionen für das Auge zu erzeugen und "Jedi-Geistestricks" ausüben zu lassen. Natürlich nur in der Präsenz der Betroffenen, in voller Konzentration und erst wirklich einflussreich, wenn sie jahrelang studiert haben oder eine besondere Begabung besitzen.
Natürlich umfasst die Existenz einer unsichtbaren Zauber-Energie auch die Möglichkeit diese mit einem 6. Sinn wahrzunehmen wie es etwa die blinde Elfe Calyndis Ashburn kann. Schwieriger wird es bei Blicken in Vergangenheit und Zukunft. Natürlich kann man annehmen, dass jemand, der in den Verstand eindringen kann, auch Erinnerungen des Opfers abrufen kann, aber Wahrsagen? Ich lasse diese Frage einmal offen. Daran könnten die Scharlatane dieser Welt anknüpfen.
Die nächste Folge wird sich dann um die magische Flora und Fauna in Avarios drehen.

Freitag, 28. März 2014

Das Gedankenspiel mit der Magie ... [Vol. 2]

Magie in meiner Geschichte ...


So wie geht man das Problem nun an, wenn man sich eine eigene Welt erschaffen möchte? Schließlich sind Magier eines der ältesten Elemente von Fantasy-Literatur. Etwas, was es schon vor "The Lord of the Rings" gab und das will schon was heißen. 

Verzichten möchte ich darauf nicht. Zunächst ist klar zustellen, dass in einer mittelalterlichen bzw. frühneuzeitlichen Welt wie Avarios Magie allgemein in einen mythologischen Kontext eingeordnet würde. Es gäbe Geschichten über große Magier und große Taten, es gäbe Institutionen, in denen das Wissen über den Umgang mit der Zauberei tradiert und weitergegeben wird. Das hätte natürlich auch Auswirkungen auf die "normale" Welt der "Normal"-Sterblichen. 
Der Stammvater der Magierkaste soll Vallastar sein, den man auch den grauen Wanderer nennt (Wer die Anspielung erkennt bekommt einen Keks) und die blaue Zitadelle oder blaue Akademie in Karanthos soll ein zentraler Ort für die Magier von Avarios sein. Gelegen am Meer und dem Geburtsort des Vallastar kommt dieser Stätte also eine besondere Bedeutung zu. Die Adelsfamilie der Vallastan, die das lokale Herrschergeschlecht stellte, führt sich in ihrem Stammbaum sogar auf diese mythologische Figur zurück, um ihren Anspruch zu legitimieren.

Außerdem könnte man diese Orte nutzen, um unliebsame Verwandte loszuwerden und die eigene Karriere zu befördern. Auch da gibt es zahllose Beispiele in der Geschichte. Adelsfamilien haben "überflüssige Töchter und Söhne in Klöster abgeschoben, um gewollte Erbfolgen herzustellen. Desweiteren erscheint die blaue Akademie doch auch als attraktiver Zufluchtsort, um dem Intrigantenstaat der Höfe zu entkommen, oder nicht? Man kann das ganze aus verschiedenen Perspektiven betrachten.

Daraus ergibt ergibt sich, dass in einer solchen Zeit das Lernen von Magie den oberen Bevölkerungskreisen vorbehalten war. Schlichtweg weil das mit Besitzern "höherer Gaben" immer so gewesen ist. Man denke nur an die Priesterkasten oder Adligen unseres Erdballs. Allerdings ergeben sich hier wieder interessante Möglichkeiten, Konflikte herbeizurufen: Was wäre, wenn diese aristokratischen Zauberer auf ein magisch außerordentlich begabtes Mädchen treffen, das aber im niederen Stand geboren wurde (Siehe Salya Callahan)? Könnten sich Scharlatane aufgrund ihrer Herkunft hohe Posten erkämpfen?

Mittwoch, 26. März 2014

Das Gedankenspiel mit der Magie ... [Vol. 1]

Magie in Romanen ...


Wenn man Fantasy schreibt hat man unbegrenzte Möglichkeiten eine Welt, Charaktere und Plottwists herzustellen. Meistens wird das ganze dann mit Magie, magischen Wesen oder Fähigkeiten erklärt. Doch dieses beliebte Medium führt auch zu einigen neuen Problemen, die man sich als Fantasy-Nerd sofort vorstellt und als Autor oft gezielt übersieht. Wie biegt man das Übernatürliche in einen natürlichen Rahmen? Natürlich kann man bei der Bewertung von Zauberei nicht auf Realismus zurückgreifen. Wir leben schließlich in einer Welt, in der wahre Magie (zumindest in der Form wie wir sie in unseren Geschichten darstellen) nicht existiert. Doch es hat Auswirkungen auf die logische Struktur und Wahrnehmung einer Geschichte.

Es handelt sich um ein Phänomen, das auch in High-Fantasy-Sagas wie der Herr der Ringe und Harry Potter auftaucht. Wie lässt man Magier nicht zu mächtig werden, dass magisches Eingreifen nicht surrealistisch und zur berüchtigten Deus-Ex-Machina wird? Welten, die Magie immer dann einsetzen, wenn es für die Helden günstig und für die Schurken ungünstig erscheint, wirken über kurz oder lang schlichtweg willkürlich. Gandalf hätte seine Lichtnova in sehr vielen Situationen nutzbringend einsetzen können, doch scheint es nur im Anblick von Balrocs und nicht etwa im Duell mit Saruman oder gegen Smaug Anwendung zu finden. Harry Potter reist im 3. Band durch die Zeit und trinkt im Halbblutprinzen flüssiges Glück, um seine Chancen zu verbessern. Doch wird er mit diesen Möglichkeiten in späteren Situationen ausgestattet? Im Kampf gegen Voldemort wären auch kleine Manipulationen an der Zeit oder ein wenig zusätzliches Glück sicher nützlich gewesen und wenn der Auserwählte nicht in der filmischen Zeitlinie gefangen wäre, hätte er zumindest danach gefragt. Vielleicht hätte man dann die ein oder andere Hauptfigur retten können. Ich glaube es deutlich geworden, was ich mit dem "Problem Magie" meine.

Die Lösung ist ganz einfach oder auch nicht, wenn man auf Magie nicht ganz verzichten möchte. Man kann es auch ganz umgehen, indem man das Problem elegant umschifft. Etwa zugunsten von Sci-Fi-Technologie (vgl. "Thor" und "Thor - The Dark Kingdom"), magischen Kreaturen und außerweltlichen Magiern (vgl. "Conan", "Gonji", "Prinzessin Monoke"), Träume ("Alice im Wunderland", "Matrix") oder Zaubertricks ("The Village", "Pakt der Wölfe"). Man muss sich letztlich ein Regelwerk überlegen, dass die eigene Fantasie zumindest ein wenig in die Schränken verweist. Hierbei spielen dann wieder eine ganze Reihe von Fragen eine Rolle.

Wo liegt der Ursprung der Magie?

Was sollen die Wesen in der Geschichte damit anstellen und was würden sie damit anstellen wollen?

Wie ließe sich gegen diese Kraft angehen?

Was hat das für Auswirkungen auf Geschichte und Gesellschaften der Welt?

Wo läge dann die Grenze zwischen verwerflicher und guter Magie?

Wird man mit der Begabung geboren oder kann man sie erlernen, wenn ja wie?

Wie sieht die Rolle von Scharlatanen, Religionen und Propheten in einer solchen Welt aus?

In Star Wars, auch wenn die Geschichte eigentlich ein Sci-Fi-Märchen ist, beispielsweise finde ich diese Gedanken sehr gut umgesetzt. Als Ausgangspunkt setzt Lucas die "Macht", die man mit Begabung lernen kann zu kontrollieren und die auch Gefahren birgt. Auch in "A Song of Ice and Fire" von George R. R. Martin ist Magie in die Welt eingebettet, auch wenn sie von Mythologie und Mystik durchsetzt ist. Die Blutmagie der Asshai findet sich in der Handlung wieder, zeichnet sich aber nicht als allmächtig aus. Sei es im Bild der Maegi, denen Daenerys auf ihrer Odyssee begegnet oder in Form der roten Priesterin Melisandre und ihrem Gott des Licht Rhllor. Trotzdem wirkt sie auf die Entscheidungen der Charaktere und die Geschichte der Welt ein und nicht nur zum Positiven. Tod, Krankheit und die Macht "normaler" Waffen sind nie außer Kraft gesetzt. Will man eine durch und durch authentische Fantasy-Welt schaffen, sollte das Gedankenspiel mit dem Übernatürlichen meiner Ansicht nach nicht in ein "Wunderland" oder zu wirren Deus-Ex-Machina-Situationen führen. Die Magie muss auf den Füßen bleiben.

@LeO

Samstag, 22. März 2014

Die 6 Artefakte des Wolkensteins ...

Auszug aus dem Kompendium über die Geschichte der Welt – 2. Band: Zeit der Imperien. Der graue Wanderer. Zusammengetragen und verfasst von Bran dem Reisenden, Erster des Rates der blauen Akademie in der Winterzeit des Jahres 2007.

[…] Die Geschichten erzählen, dass Vallastar, als der graue Wanderer dem Tode nahe schien, den Wolkenstein in den Tiefen der Welt versteckte. Niemand sollte sich mit seiner Macht messen oder das Geschenk der Götter missbrauchen können. Das volle Verständnis der Magie unserer Welt sollte auf ewig ein Mysterium bleiben. Im Zeitalter der Imperien, als Menschen und Elfen die großen Einigungskriege ihrer Reiche ausfochten, soll ein junger Gelehrter auf das Geheimnis gestoßen sein. Es heißt, der Wolkenstein schickte ihm einen Traum, der ihn zum Versteck führte. Andere Quellen behaupten, er wäre zufällig auf die Höhle gestoßen, die in kargen Tunneln hinunter zum Schatz der ersten Magier führten.
Er hieß Prospero und stammte von den Seenelfen ab, deren Treue dem Westelfenreich galt, das durch die Expansion der Menschen aus dem Süden bedroht war. Als der Krieg für die Elfen aussichtsloser wurde, entsandte der oberste Fürst Alarin die Bruchstücke des Wolkensteins in die Zwergenstädte des eisernen Herzens. Prospero, durch die Gunst seines Fundes zum Erstgeborenen der Götter erhoben, leitete die Mission und bat die Zwergenmeister um ihre besten Handwerker und Magier, um die mystischen Artefakte des Vallastar in reale Waffen zu schmieden. Das Material schien jedoch widerspenstig und in ihm pulsierte die Kraft des Sturms. Wirbel aus schwarz-weißen Dunst waberten über die Oberfläche der Splitter. So trauten sich die Zwerge zunächst nur an die kleinsten Stücke. Ihre besten Juweliere und Goldschmiede fertigten Schmucksteine für eine Krone, einen Ring und einen Halsreif. Sie gingen fortan als der Tiara der Wolken, das Auge von Vallastar und der Halsreif von Brisa, nach der Tochter des Vallastar, in die Geschichte ein.
Doch das genügte Prospero, der selbst in den Künsten der Magie bewandert war, nicht: „Dieser Frauenschmuck verstärkt das Gespür eines Magiers für sein Talent doch scheint er auf einem Schlachtfeld unbrauchbar.“
Die Zwergenmeister verbeugten sich und unter ihnen wurden die besten Schmiede gewählt. Sie erhitzten das Material im Feuer der Esse, doch wollte es nicht schmelzen. Sie ließen ihre besten Magier einen Feuersturm entfachen, doch der Wolkenstein ließ sich nicht formen. Dann sandte man Wort in alle Teile des Westens und ließ den mächtigsten und ältesten Drachen ausfindig machen und in Ketten legen. Vor der Flamme des Prim aus dem Rachen des Monsters, dessen Wut ein halbes dutzend Zwerge und Elfen tötete, machten sie sich das Material wie das Eisen gefügig. Unter den Hämmern der besten Waffenschmiede entstanden der Speer der zehn Himmel und die Sturmklinge.

Prospero bedankte sich und nahm den Rest des Wolkensteins und die fünf Artefakte an sich, um sie seinem Fürsten präsentieren zu können. Wochen waren seitdem vergangen und als er in Alerion einritt waren über den hohen Türmen bereits die Banner der Menschen gehisst und Prospero verfluchte sich, dass er nicht schneller heimgekehrt war. Man nahm ihm die Artefakte und sperrte den Elfen in den Kerker. Nur der Rest des Wolkensteins, der kaum mehr maß als eine Hand voll Splitter und Staub, blieb in seinem Besitz. Es heißt in seiner Zelle habe Prospero, der sich vor den Besatzern der Menschen als Kaufmann ausgegeben hatte, halb wahnsinnig durch sein Versagen neue Pfade der Magie betreten und die verbleibenden Reste des Wolkensteins in eine 6. und übernatürliche Waffe verwandelt. Es heißt, dass er dadurch eines Tages spurlos aus seiner Zelle verschwand. Nachdem er seinen Verfolgern Rache geschworen hatte. Doch bald darauf geriet seine Legende in Vergessenheit. Seitdem hat sich die Spur der Artefakte des Wolkensteins in der Geschichte verloren.[...]

@LeO

Dienstag, 18. März 2014

Acryl und Farbe



Ich habe mich gestern mal vom Schreibtisch an die Leinwand begeben und das ist dabei herausgekommen zusammen mit der Erkenntnis, dass Farben mischen einem manchmal den letzten Nerv rauben kann :D



Sonntag, 16. März 2014

Die mächtigen Häuser Avarios ' - Haus Golanian

Haus Golanian


Auszug aus den Chroniken der Adelsfamilien von Avarios. Band 1 – Die führenden Häuser und beeindruckende Persönlichkeiten der Geschichte. Zusammengestellt von Elias Plato von der Bibliothek der blauen Akademie in Karanthos.

[…] Das Nordelfenreich erstreckt sich über die weiten Ebenen und bewaldeten Hügel unterhalb der Donnerspitzen und dem Nordmeer. Es wurde seit jeher als Land der großen Künstler und furchtsamen Krieger bezeichnet. Niemand weiß genau wie die ersten Elfen nach Avarios kamen. Die Legenden der neuen Zeit erzählen, dass sie die Ländereien um die Weltensäule seit der Niederlage des Prim bevölkerten. Ihre eigenen Chronisten erzählen davon, dass Golganas, der feurige Sonnengott, und Irlande, die silberne Mondgöttin, einst vom Himmel hinabstiegen und den ersten Elfen und die erste Elfin aus Marmor schnitzten. Golganas gab ihnen von dem Feuer der Sonne zu trinken, damit sie fühlen und begehren konnten, und Irlande setzte ihnen Sterne in die Augenhöhlen, damit sie sehen und die Schönheit der Welt und der Kunst genießen konnten. Als Zeichen ihrer Gunst gaben sie ihnen die spitzen Ohren, die kein anderes Lebewesen besaß. Letztlich fingen sie den Wind in einer hohlen Nussschale, um flößten ihnen Sprache und Atem ein. Diese Götter werden seit jeher in den Gotteswäldern und Gottesgärten zur Sonnenwende und der Nacht des vollen Mondes in den Elfenstädten verehrt.
Wie viel Glaubwürdigkeit man diesen Lagerfeuergeschichten auch beimessen mag, jedenfalls teilte sich ihr Volk in der Zeit der Imperien in vier Großreiche auf. In das Westelfenreich des Alario, die Seefahrer und Fischer der Insel der Gezareth im Nordmeer, das Ostelfenreich der hohen Magier um Felanau und das Nordelfenreich, dessen Fürsten von Veranio Golanian unterworfen und geeint worden waren. Es heißt, dass er sich als Preis Lyanna, die Tochter des mächtigsten Fürsten Inaname, zur Braut nahm und die Stadt der Wasserfälle Liasadril erbauen ließ. Seitdem stellte die Familie der Golanian die Ahnenlinie der Könige. Darunter Velaja der Wahnsinnige, der sich mächtige Tempel erbauen und seine Architekten in ihnen lebendig begraben ließ, und Menesto der Ehrbare, der gegen die Maßlosigkeit des Corin Sonnenborn zu Felde zog und das Ostelfenreich zerstörte. Othuszan, der die lange Wacht - eine gewaltige Mauer, die seitdem das Nordelfenreich umfriedete – errichten ließ und Lasztan, der Frieden mit den Menschen des Südens, dem Westelfenreich und den Meerelfen von Gezereth schloss.

Auch die neuesten Umwälzungen sollen in diesem Dokument Gehör finden, denn 2555 wurde Faladir der letzte Golanian ermordet und seine Kinder Varyn, Calyndis und Inastasza in den Süden verbannt. Zwei von ihnen fanden in Karanthos Asyl. Inastasza, die Elfenhexe von Vallagard, zog in schon vorher in die Einsamkeit des Exils. Die vier nächstbedeutenden Häuser der Nordelfen Fanyen, Korven, Kyrall und Vynami rangen in einem zweijährigen Bürgerkrieg um den Herrschertitel, bis sich die Fanyen um Alasztan Goldauge durchsetzten und den weißen Marmorthron in Liasadril bestiegen.
Ihr Wappen spiegelt den Himmel von Tag und Nacht wieder und ihr Leitspruch lautet: "Sonne und Mond wachen über alle"[...]

Freitag, 14. März 2014

Die mächtigen Häuser von Avarios - Haus Brynnerscal


Haus Brynnerscal


Auszug aus den Chroniken der Adelsfamilien von Avarios. Band 1 – Die führenden Häuser und beeindruckende Persönlichkeiten der Geschichte. Zusammengestellt von Elias Plato von der Bibliothek der blauen Akademie in Karanthos.

[…] Drachen sind alte Kreaturen. Manche sagen, dass sie einst als Könige der echsenartigen Valken gegen eingewanderten Menschen und Elfen kämpften. Andere sehen sie als wilde Ungeheuer, die im Feuer tief unter der Erde geboren wurden. Als die Ländereien von Avarios noch wild und urtümlich, die Wälder von Fabelwesen durchstreift wurden und dunkle Höhlen Monster beherbergten, erschlugen die ersten Helden zahlreiche der alten und großen Feuerschlangen. Diese Zeit ging in den Chroniken als Zeitalter der Riesen ein.
Doch nicht alle Ritter fürchteten das lebendige Feuer und die scharfen Zähne. Cisto von Brynnerscal zog einst gegen ein Heer der Echsenmenschen des Prim und ihrer Herren in das Gebirge, das wir heute Westwall nennen und schlug seinen Feind am langen Sturz, einem gigantischen Wasserfall am Rande des Westwalls. Doch der Sieg kam nicht ohne Kosten. Das Wasser am langen Sturz war rot von Blut. Viele tapfere Männer hatten durch Klauen und Schwert ihr Leben verloren oder waren im Flammenatem vergangen. Doch Cisto – Drachenzähmer wie ihn die Sänger später nennen sollten – verhinderte, dass Wut und Hass seine Männer überkam und sie die mächtigen Kreaturen töteten, denn er erkannte ihr Potential auf dem Schlachtfeld. Er ließ die einst stolzen Könige der Echsenmenschen in Ketten legen und durch Magier ihres Verstandes berauben. Seitdem heißt es beherrschen die Drachen von Haus Brynnerscal den Himmel der südlichen Königreiche.
Es waren ihre Himmelsreiter, die die entscheidenden Schlachten während des Aufstandes gegen Callenhall 2373 gewannen und es waren ihre Schwingen, die während der großen Fehde 2533-2551 den erbittertesten Widerstand leisteten. Doch war ihre Kampfeskraft nicht genug und sie konnten gegen die Eintracht von Callenhall, Vallastan und Triades auf dem Feld der Drachenkönige vor der Burg Callengard nicht gewinnen und mussten die Bestimmungen des Friedens der zwölf Götter akzeptieren. Unter anderem waren sie gezwungen ihre besten Reiter als Tribut an Karanthos zu geben. Ein Zeichen dafür wie gefürchtet und begehrt ihre Feuer und ihre Klauen auch heute noch sind.

Offensichtlicherweise ist ihr Wappen, das des geflügelten Drachens und ihre Leitworte lauten: „Das Feuer einer Schmiede ist Wärme, doch wahre Hitze kommt von dem Atem der Feuerschlange.“ [...]

Mittwoch, 12. März 2014

Die mächtigen Häuser Avarios' - Haus Triades

Haus Triades

Auszug aus den Chroniken der Adelsfamilien von Avarios. Band 1 – Die führenden Häuser und beeindruckende Persönlichkeiten der Geschichte. Zusammengestellt von Elias Plato von der Bibliothek der blauen Akademie in Karanthos.

[...] Jenseits des Grenzwaldes, wo der Fluss Tyras sich mit dem nördlichsten Ausläufer des Dreiends kreuzt, liegt ein kleines Stück Land, das vom Wasser umspült wird. Dort gelegen befinden sich die drei Festungen der Familie Triades: Andun, Tyron und Waldon. Alle unter dem Wappen des Baumes und der Sonne. Jede wacht an einer Gabelung der Flüsse. Über den Ursprung ihrer Stammlinie ist kaum etwas bekannt. Doch die Geschichtsbücher sind sich einig, dass ihr Blut aus den südlichen Königreichen hervorgegangen sind. Sie sehen ihren Ahnherren in Anduin Triades, einem Ritter aus der alten Zeit, wo noch die Riesen, die Dämonen des Prim und die Waldwesen in Avarios herrschten. Im Glarbrandgebirge soll er einen mächtigen Drachen mit dem Namen Celista erschlagen haben. Aus dessen Schuppen soll er eine Rüstung gefertigt und die Zähne zu Amuletten gemacht haben. Auch wenn die Gebeine des Monstrums nie gefunden wurden, waren die Königreiche des Südens fortan frei von wilden Ungeheuern. Die Triades brannten auch die Tempel der Naturvölker nieder, welche aus Furcht und Unwissen diese Monstren der alten Zeit verehrt hatten und riefen ein neues Zeitalter aus.
Ihr Herrschaftsgebiet schließt an die Ländereien der Vallastan an und umfasst die weiten Ebenen westlich und südlich der anderen Seite des Tyras bis zum Hauptstrom des Dreiends im Westen. Neben den Vallastan kämpften sie auch an der Seite des Morrigan in seinen Feldzügen, um die Menschen des Südens gegen die Invasoren zu einen. Sie schmiedeten Allianzen mit den umliegenden Familien hohen Blutes und schlossen Freundschaft mit dem Geschlecht der Vallastan, deren Wappen der Kraken ist. Als sich die Häuser Brynnerscal, Frey, Plato, Eldarstein, Connerwell und Skaltorak unter Wort und Schwert des Stalvan Triades gegen die Führung von Haus Callenhall erhoben kam ihm sein Freund und Partner Elias Vallastan zur Hilfe. Der Konflikt endete mit dem großen Frieden zwischen den Häusern des Südens und des Ostens 2378 und der Begründung der Allianz von Sonnenbaum (Triades) und Kraken (Vallastan), die seitdem die Königslinie in den Menschenreichen des Südostens stellten.

Ihre Leitworte sind: „Das Licht vergeht nicht.“ [...]

Montag, 10. März 2014

Die mächtigen Häuser in Avarios ;)

Haus Vallastan



Auszug aus den Chroniken der Adelsfamilien von Avarios. Band 1 – Die führenden Häuser und beeindruckende Persönlichkeiten der Geschichte. Zusammengestellt von Elias Plato von der Bibliothek der blauen Akademie in Karanthos.

[…] Eine Stammlinie von einflussreichen Händlern und mächtigen Zauberern. Diese Familie hat seit jeher die politischen wirtschaftlichen Fäden in Karanthos, den Küstenlanden des Golfes von Bresan und darüber hinaus in den Händen. Das Symbol ihres Hauses ist der Kraken, der auf ihren Ursprung als Seefahrer und Händler der Meeresküsten hindeutet. Ihre Ahnenlinie führen die Vallastan bis auf den Fürsten Vallastar zurück, der im Zeitalter der Riesen die Magie entdeckte, mächtige Monster bekämpfte und die zornigen Elemente niederrang. Es heißt, dass er sich eines Tages in die schöne Meereshexe Karja verliebte und mit ihr die ersten Söhne und Töchter der Vallastan zeugte. Im Zeitalter der Imperien schworen sie der südlichen Allianz die Treue und kämpften an der Seite des Feldherren Morrigan gegen die Invasoren der Valken, finsterer Echsenmenschen und ihrer Herren den Drachen. Baron Ortuga Vallastan soll mit zehn Schiffen der Mündungen der Flüsse Stern und Sonnenborn in den Golf von Bresan gegen eine gewaltige Übermacht gehalten haben. Das Verhältnis stand 10:1, doch mit Wendigkeit, Schläue, Erfahrung und der Wassermagie ihrer Zauberkundigen errang Ortuga Vallastan einen bedeutenden Sieg und Morrigans Herrschaft im Süden blieb gefestigt. Seine Taten wurden in Liedern und Heldengedichten verewigt.
Ihr Herrschaftsgebiet erstreckte sich entlang der südöstlichen Küste des Kontinents, bis zum Glarbrandgebirge im Norden, dem Fluss Vallasta und dem Grenzwald im Westen und dem Fluss Tyras im Süden. Seit jeher stand das Adelsgeschlecht dem der Triades nahe. Während des Aufstands der 7 Familien gegen die Vorherrschaft der Familie Callenhall in den südlichen Königreichen, schlug sich Haus Vallastan auf die Seite der Rebellen um Stalvan Triades, dem Elias Vallastan seine Tochter Corasta versprach. Der Konflikt endete mit dem großen Frieden zwischen den Häusern des Südens und des Ostens 2378 und der Begründung der Allianz von Sonnenbaum (Triades) und Kraken (Vallastan), die seitdem die Königslinie in den Menschenreichen des Südostens stellten.

Ihre Leitworte sind: „Tief ist die See und hoch ist der Mensch, der sie bezwingt.“ [...]

Dienstag, 4. März 2014

Vallastar, der graue Wanderer


Auszug aus dem Kompendium über die Geschichte der Welt – 2. Band: Zeit der Imperien. Der graue Wanderer. Zusammengetragen und verfasst von Bran dem Reisenden, Erster des Rates der blauen Akademie in der Winterzeit des Jahres 2007.

[…] Eine der beliebtesten Geschichten der Welt ist die Saga um den ersten Magierfürsten Vallastar, den die Sänger bald auch grauer Wanderer nannten. Sogar eine der führenden Familien der südlichen Königreiche beruft sich auf diesen Namen als Urahnen ihrer Stammlinie. Kaum ein Kind in Avarios wird diese Geschichten nicht kennen, dennoch wäre diese Sammlung unvollständig ohne seine Taten.
Die Überlieferung sagt, Fürst Vallastar wäre mit der Magie in den Augen zur Welt gekommen. Manche erzählen, er wäre gar nicht geboren worden, sondern hätte sich aus dem Wasser des Golf von Bresan materialisiert. Wieder andere Geschichten berichten von einer Jungfrau, die vom Geiste Avarus geschwängert wurde, der ihr in den Ruinen der zerstörten Tempel der flüsternden Ebenen erschienen war. Die Elfenhistoriker berichteten mir, dass sich Vallastar in jungen Jahren das Leben nahm, gebeugt von den Hemnissen des menschlichen Körpers. Durch den Willen von Golganas und Irlande sei er dann zurückgeschickt worden, um der Welt und den Elfen wie den Menschen die wahre Natur der Magie zu offenbaren. Um ehrlich zu sein, habe ich so vielen Versionen der Geschichte gelauscht, dass ich gar nicht weiß, wo ich beginnen soll. Einig ist sich die Überlieferung lediglich darin, dass Fürst Vallastar der Stammvater der Magie ist, wie wir sie heute kennen und nutzen. Deswegen werde ich mit dem Ereignis beginnen, das sich in allen Erzählungen um den grauen Wanderer findet: Der Fund des Wolkensteins.
Hinter dem Grenzwald, der die Küstenlande und Karanthos vom Westen trennt, liegen die weiten Ebenen von Shala'Nzar. Ein offenes Grasland, wo die alte Welt noch spürbar scheint. Nicht mehr als ein Echo, das sich im Rauschen des Windes widerspiegelt. Es gab der Landschaft ihren heutigen Namen gab: Die flüsternden Ebenen. Und welchem Reisenden überkommt nicht ein fröstelndes Gefühl, wenn er an den zerstörten Tempeln der alten Zeit vorbeikommt? Die Geister der alten Götter, denen die Welt schon gehörte, bevor die Armeen des Prim begannen sie zu bevölkerten. Einige setzen sie mit den Elementen Anikon der Erde, Salyada des Feuers, Aegidon des Wassers und Inalya des Windes gleich, wieder andere behaupten es handle sich um wesentlich ältere, lange vergessene Wesenheiten von denen kaum Zeugnisse mehr existieren würden.
Diesen Ort suchte der graue Wanderer Vallastar in Zeiten großer Not auf um zu denken. So auch als die Menschen den Zorn der Elemente erregten, indem sie ihren Unrat in die See des Aegidon entsorgten und das Feuer der Salyada versklavten um Waffen herzustellen. Als sie die Erde des Anikon umgruben auf der Suche nach Schätzen und als sie die Wälder, deren Kronen die Inalya so liebte, abholzten, um Felder zu bebauen. Vallastar suchte den Rat der Götter in den grauen Wolken am Himmel und den Ruinen der alten Tempel. Wie sollte er den Menschen gegen den wilden Zorn der Elemente beistehen? Selbst dieser Weise sah keinen Weg aus dem Dilemma, denn die Elemente schienen nun so wild, unberechenbar und unbarmherzig wie die Eldar aus der Entstehungszeit der Welt. Lange ließen sie ihn warten, denn die Menschen sollten ihre Lektion lernen. Am vierten Tage hatten sie beschlossen, ihn zu erhören. Am fünften Tage schickten sie ihm schließlich einen gleißenden Blitz und ein Feuer, das mit einem Donnerknall vom Himmel fiel. Der weise Vallastar erkannte das Zeichen der Götter und eilte hinter den Hügel, an dem der Wolkenstein niedergegangen war. Aus dem schwarzen Krater aus verkohltem Gras nahm er ihn mit beiden Händen und fühlte nie gekannte Energie in seinen Körper fließen. Überwältigt von der Kraft, die durch seine Hände strömte, ließ er den Stein fallen bevor er selbst zu Boden ging. Spröde durch die Reise vom Himmel zersprang der Wolkenstein in viele Teile, und Vallastar schalt sich für seine Schwäche.
Da macht ihr Götter uns ein solches Geschenk und ich Esel zerstöre es, weil ich zu schwach bin um es zu halten.“

Als er die Hand ausstreckte, um einen der milchig-grauen Splitter zu berühren, flog ihm dieser zu wie ein zahmer Vogel. Voller Erstaunen über diesen ersten Akt der Magie, fiel Vallastar auf Knie und bat – den Splitter in der Hand haltend – die Elemente um Vergebung. Seit diesem Tag erlaubten die Elemente eine maßvolle Nutzung der Ressourcen ihrer Welt und wurden im Gegenzug von Menschen wie von Elfen in Tempeln verehrt. Die Magie wurde schließlich zur Zügelung und Zähmung des Zorns der Elemente benutzt[...]

@LeO

Samstag, 1. März 2014

Salya Callahan


Ausschnitte aus dem Tagebuch von Salya Callahan

Eintrag – Der 27. des 5. Monats der Sommerzeit des Jahres 2567
[…] Ist es nicht unglaublich wie manchmal ein Wunsch in Erfüllung gehen kann? Ich, Tochter eines Schmieds habe die Erlaubnis bekommen, an der blauen Akademie zu studieren! Sie sagen, ich sei eine Magiegeborene. Ich habe keine genaue Vorstellung, was das bedeuten soll. Doch die beiden Magier scheinen überzeugt davon, dass es etwas beeindruckendes ist mit 9. Dabei habe ich mich nur daran erinnert, was mir mein Vater gesagt hatte bevor ich in die Nacht gegangen bin. In jedem Lebewesen brennt ein Feuer aus dem wir unsere Träume schmieden können. Ich weiß nicht wie ich auf die absurde Idee gekommen bin in die blaue Akademie einzubrechen, doch Götter, ich danke euch für diese dumme Entscheidung. Bald geht es los, morgen ist meine Prüfung. Der Rat wird mich auf meine Begabung testen und dann werde ich Magie studieren!
S.C. […]

Eintrag- Der 12. des 3. Monats der Winterzeit 2570
[…] Habe heute die Vorhänge im Zimmer von Olson in Brand gesetzt. Er ist so ein dummes Schwein. Ich habe das Gefühl, sie hassen mich alle. Sie nennen mich Schmiedstochter als wäre das eine Beleidigung. Dabei bin ich besser als die alle zu zusammen, auch wenn in den Adern meiner Eltern kein blaues Blut fließt. Bin in meinen Raum gerannt mit Tränen in den Augen und habe nach langer Zeit wieder an Vater gedacht. Wie es ihm wohl geht? Ob er gerade eine Rüstung für die Stadtwache flickt? Ich vermisse ihn. Götter, manchmal wünschte ich nichts von alledem wäre passiert. Manchmal seit ihr so grausam! Sollten wir nicht alle gleich sein? Ich sehe keinen Unterschied daran, ob jemand von einem König oder von einem Bauern oder einem Händler abstammt. Was sagt Blut über den Charakter einer Person aus? Sie sind alle nur neidisch.
Habe nachdem meine Tränen getrocknet sind im Schein des Mondes und einer Kerze alte Briefe von Vater gelesen. Ich sollte ihm mal wieder schreiben. In jedem Lebewesen brennt ein Feuer. Komme gut voran mit meinen Studien. Auch wenn ich lernen muss diese Gabe besser zu kontrollieren.
S.C. […]

Eintrag- Der 24. des 1. Monats der Winterzeit 2573

[…] Habe heute dabei zugesehen wie Calyndis Ashburn auf dem Trainingsplatz neue Adepten unterrichtete. Sie nennen den Platz Pflaster aus Blut und Knochen, wegen der vielen blauen Flecke und blutigen Nasen, die sich die feinen Herren von der blinden Elfe mit der Augenbinde einholen. Nun sie sind selbst schuld, wenn sie die Meisterin der Kampfmagier wegen ihrer spitzen Ohren und der Augenbinde verspotten. Habe gelesen, dass junge Elfen sich zum Fest ihrer Volljährigkeit nackt dem König präsentieren müssen, der dann die oder den schönsten Körper wählt und ihr oder ihm einen Kranz aus Blumen aus dem Gotteswald überreicht. Ich wüsste nicht, was mich mehr beschämen würde, verprügelt zu werden oder mich vor dem ganzen Hof zu entblößen. Ich kann förmlich spüren wie meine Brüste unter der Robe wachsen. Ich wünschte, Mutter wäre noch hier, ich könnte den einen oder anderen Rat gebrauchen. Übermorgen ist mein 15. Namenstag und es ist das erste Jahr ohne Zwischenfälle. Ich hasse es nass geschwitzt in einem Zimmer, das nach Rauch riecht, auf einer schwelenden Matratze aufzuwachen.
S.C. […]

Eintrag- Der 17. des 3. Monats der Winterzeit 2573
[…] Es hat geschneit und habe mir heute einen riesigen blauen Fleck eingefangen. Heute war ich damit dran ein Holzschwert zu nehmen und gegen das Elfenweib anzutreten. Sie sprach davon, dass ein Kampfmagier den Schlag sehen müsste, bevor die Zeit ihn ausführte. Dazu müssten wir unseren Kopf rein machen. Was auch immer das heißt. Fühlen nicht denken. Was auch immer das heißen mag. Erst, wenn wir das begriffen haben, wären wir würdig, verzauberte Schwerter zu tragen. Auf die Frage, warum wir mit Holzschwertern kämpften und nicht direkt mit magischen Waffen gegen die Trainingspuppen, sagte sie, dass blaue Flecken und Narben Lehren seien, die man nicht vergisst. Manchmal macht mir die Elfenfrau Angst. Ich glaube sie wollte mich testen, wegen dem Gerede von der Magiegeborenen. Ich war am Vormittag in der Bibliothek und habe nach Büchern über dieses Thema gesucht, doch nichts gefunden. Keiner der Meister will mit mir darüber reden. Ich glaube sie fürchten, dass mich das Wissen verändern könnte. Offene Fragen hinterlassen immer einen fahlen Nachgeschmack. Ich reibe mir meinen Arm und freue mich darauf übermorgen Vater besuchen zu können. Dann jährt sich der Tod von Mutter wieder einmal.
S.C. […]

Eintrag- Der 14. des 3. Monats der Sommerzeit 2575
[…] Manchmal habe ich das Gefühl das Feuer spricht zu mir. Es klingt natürlich verrückt, doch ich habe diese Träume in denen ich durch einen Wald gehe, Holz sammle und mir ein Lagerfeuer anzünde. Dann setze ich mich und sehe in die Flammen. Lange Zeit sehe ich nichts. Doch sehe ich diesen verkohlten Schädel kurz bevor ich aufwache. Möchte mich das Feuer davor warnen, mich zu überarbeiten? Habe seit zwei Nächten nicht geschlafen. Die finale Prüfung steht bevor. Dann bin ich die jüngste Meisterin in der Geschichte der blauen Akademie. Ist das zu glauben? Nein, ich frage mich, was es damit zu tun hat, dass ich die Magiegeborene bin. Es ist seltsam. Mal bin ich für sie wie Salyada, die Feuergöttin selbst, und mal die Schmiedstochter. Vollkommen allein, einsam und unbedeutend. Habe die Liebelei mit Theon beendet. Als ich die Tür zu meinem Raum betrat war mein Bett mit Eidechsen und Kröten gefüllt. Revangierte mich, indem ich seines in Brand setzte. Habe nun völlige Kontrolle über meine Gabe.
S.C.[…]

Eintrag- Der 20. des 2. Monats der Winterzeit 2576
[...]Es ist schrecklich! Ich kann heute nicht viel schreiben. Sie haben gestern einen der wahnsinnigen Magier hingerichtet. Ich kannte ihn sogar. Ich sehe noch wie das Blut aus dem Stumpf seines Halses spritzt. Es fröstelt mir immer wieder. Habe angefangen ein Buch von Inastasza Golanian zu lesen. Es geht um die Naturmagie von Kobolden und die Beherrschung der Elemente durch Mensch und Elf. Vielleicht bringt mich das auf andere Gedanken...

S.C. [...]