Meine Gedichte



Im Auge des Sturms

Ich trat ein in das Gleichgewicht der Kräfte

Ich folgte ihr zum Zentrum unseres Herzschlags

Von den Wellen unsere Träume getragen


Im Auge des Sturms




Rabenflug

Der Fels drückt auf meinen Schultern hart

Ein Rabe im Sande scharrt

neue Kraft gewonnen hab

aus dem Garten, den mir

mein Traum hat offenbar



Tiger, Raven, Dragon

walk within the Tigers shirt,
Ravens thoughts are running fast,
I love the Dragons dreaming word,
vision of worlds alive will last,
Burning, floating beyond the gate,
for my lifetime sealed my fate



Eros und Thanatos

Das Ende naht.

der Wirbelstrom fließt und zerrt.

Jedes Herz zerreißt die Zeit.

Die Splitter zu Eis gefroren.

Noch das Segel peitschend nass sich bläht

im Zornesstand und Sturheitssturm.

Verlorene Schönheit,

Zukunft gewesen!

Ich sehe dich dort unten

In dunkler wilder Gischt

Der Mahlstrom ist mein Ziel,

der ein Glühen inne birgt,

dem mein Schiff entgegen rast.

Feuertrunken zieht an mir die Nacht,

Sehnsucht von neuem erwacht.
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Sonne und Mond

Der Wald unter Mondlicht silber scheint

Die Scheibe sachte im Wasser tanzt

Der Wind heult, als ob er Tränen weint

Eine Idee klar gepflanzt


Im Unterholz ein Schlund versteckt

Im Zwielicht unerkannt geblieben

Mein Entdeckerdrang geweckt

Rädchen von Neugier betrieben


Ich steige ab in Hallen aus Stein

durch Wasser und Feuer genormt

Tosende Flüsse in der Erde schallen

Steinerne Kammern in Äonen geformt


Die Luft ist feucht und kühl

mir fröstelt im Fackelschein

Tanzende Schatten, ich fühl

Am Ende des Ganges leuchtets klein


Der Fels hier ist glatt behauen

Tunnel wie von Menschenhand

Breschen ins steinerne Fleisch geschlagen

Der Bau eines Wurms, des Erdwesens Gewand


Das Licht wirkt geborgen warm

Eine Motte vom Glanz der Flamme gebannt

Die Sehnsucht hat ihren eigenen Charme

Der Hauch von Harmonie, kaum gekannt

An der Schwelle der Dunkelheit, trat ich ins Licht

Mit Erstaunen erfasst, die Sicht ist klar

Das Auge schmerzt, der Anblick besticht

Alte Maschinerie kalt und starr


Hebel aus Bronze zwischen Säulen aus Stein

Elektrische Leuchten wie Sterne am Himmel rund

Zahnräder bedecken die Wände im Kupferschein

Schlafendes Monstrum im Sand der Zeit verstummt


Hebel aus Bronze zwischen Säulen aus Stein

Der Knauf mit dem Rabenkopf gesiegelt

Schimmernde Lichter an der Decke fein

Ein Funken von Leben gespiegelt


Hebel aus Bronze zwischen Säulen aus Stein

Dort eine Hand ruht kühl

Mein Herz musst brennend sein

Lodernde Neugier, ergreifendes Gefühl


Durch die Hallen ein Atem zieht

Schlafende Kraft von mir entfacht

Der Hauch vom Tode flieht

Gedämpftes Licht nun glühend erwacht


Sehe mit Erstaunen bedacht

Ein Uhrwerk präzise geeicht

Zahnräder wie Wasser in fließender Pracht

Zur Seite gleiten Tore leicht


Vor mir mit Stolz lacht

das Herz der Erde im Feuerschein

die Sonne im Kern neu erwacht

Ein ferner Blick gefasst in Glas und Stein


Mein Körper unendlich klein

Ein Feuer erhaben hell

Im Zentrum der Kräfte rein

Wärme pulsierend grell


Ihre Flamme Leben nährt

Ein Wind, der in meinem Rücken weht

Wellen reitend, von stillen Quellen zehrt

Durch Raum und Zeit sie treibt gestet.


Von neuer Stärke erfüllt

Ein Funke übergesprungen

Der Wind des Lebens meine Segel bläht


Quelle der Wärme vom Sturm der Zeit umschlungen.

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Inspiration

Gebrochene Flügel, keine Kraft zu fliegen

Dorn im Fleisch keine Meile zu gehen

Den Tiefen der Sehnsucht entstiegen

Der Versuch Stärke zu erflehen


Ihr Haar im Winde weht

die Wolken vom Horizont vergehn

ihrer Augen werde ich gewahr

Ein Feuer auf smaragdenen Scheiten

Die Wärme ihrer Quelle besteht

durch alle Epochen und Zeiten


Mir vertraute Gestade habe ich verlassen

Was ich sehnte konnten sie nicht geben

Geschichten ohne Anker im Sturm der Welt

Ohne Konstante in Dauer und Gestalt

Ihre Echos sind lang verschallt

rot verglüht, Alt verblüht


Nun am Rande dieser Welt

stehe ich an steilen Klippen

Blicke in den Himmel und verglühe

Blicke in die Erde und verblühe

Sehe das Wasser mir den Weg versperren

Sehe den Wind an meiner Seele zerren


Sie steht am Rand der Welt

trotzt dem rauen Wind, der weht

Um mir Kraft zu geben, wo sie steht

an schroffen Klippen am Rand der Welt gelegen

über Monstern und der Leere

bewohnt sie die Insel, von Zeit und Raum ungebunden


Sie sieht mich an in ihrer Pracht

Die Augen beseelt mit grünem Feuer

Mir war als würde sie Flügel tragen

doch sie hält nur einen Kiesel in der Hand

Für meine Ohren ihre Stimme hallt

durch Wellen und Sturm gelangt


Lass die Steine rollen

zwingen kannst du nichts

alles wird trotzdem vergehen

nichts wird trotzdem kommen

Die Zeit ist ein Fluss, lass dich treiben

Sie hat Steine gemahlen und Täler gegraben

Keiner kennt ihre Tiefe und Weiten


Den Kiesel lässt sie fallen

Schwarz wie Onyx, glänzt geschliffen

von Meter zu Meter springt er allein

mit sich reißt er Staub und Sand

Die Klippen grummelnd erzittern

Gestein bricht aus der schroffen Wand


Ins Meer gestürzt, Gischt auf dem Land vergießt

Ihre Augen funkeln im Grün von Edelsteinen

Das Feuer der Schaffenskraft

Eine Flamme die Ideen schmiedet

Eine Wächterin präsent in allen Zeiten

Die Muse lächelt und hält in ihrer Hand

Gedanke und Gedächtnis wie Sterne am Weltenrand.

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Neid

Zu fliegen wie der Vogel,

des Menschen größter Traum.

Erhaben durch die Lüfte,

im Gleichklang der Natur

ohne Zeit und Raum.




Doch ists sein Schicksal.

Gefesselt an Erde und Land wir sind

Begrenzter Horizont, flache Sicht

Bis der Sand der Zeit verrinnt.




Dieser Schmerz, er hat uns verflucht.

Versklavten wir nicht das Feuer und das Eisen

Um Türme zu bauen in die Lüfte,

mit Maschinen aufzusteigen,

und wettzueifern mit der Sucht

zu rechtfertigen der Krone rechter Platz?




Nie wird der Mensch begreifen

Er tötete die Götter von Einst, um deren Stärke zu erlangen

Doch Weisheit ist nicht Stärke, nicht Wissen.

Gebunden bleibt der Mensch an das System.

Ein Teil vom Ganzen bleibt er, kein König.



Was sagen sie dazu, die fliegen?

Sie singen, krächzen, spotten,

Wissen, dass ihr Platz unerreicht geblieben.

Wissen, dass des Menschen fahle Gier

Vom Neid getrieben.

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Sturm

Donnergrollen über grauem Himmel.

Der Winde heulender Lauf

zerrt an Ähren, zerrt an Bäumen.


Der Sturm, er kommt

gleich einem wilden Tier

voller Zorn und Wut

er reißt an mir


Kein Entkommen vor dem Sturm,

Wälder zittern, kluge Geister fliehen.

doch da ist noch was:

Elementare Kraft, ungezähmt gediehen.


Der Blick verschlossen, das Unvermeidliche angenommen,

gebe mich in seine Hände,

empfange Wind und Böe,

Ein alter Freund, vor dem ich stände.



Forttragen soll er mich, da ist noch was:

Elementares Herz, beherrschte Kraft,

ruhige, kühle Gelassenheit,

Mein Zuhause, wo ich wandre

im Auge des Sturms

eine Ewigkeit.lie
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Das Labyrinth

Das Labyrinth
Sinnsuche

Welchen Sinn hat dieses Leben?

fragte ich mich einst.

Weder Plan noch Sinn erkennbar gegeben,

einem Labyrinthe gleich.




Ging zum Pfarrer hin,

unterm Kreuz des Christus aufgenommen.

Der erzählte mir von Gott und Vergebung,

ruhig und besonnen,

als ob die Antwort auf Alles liege in eines Gottes Hand.

Jesus verbrannte auf den Scheiterhaufen,

schwitzte in den Folterkammern,

brannte mit dem Wissen und dem Geiste der Antike,

Sein Blut tränkte mehr als 1000 Jahre,

Gerettet in der Moderne?

Sehe Evangelikale Kinderhirne waschen,

Sehe Aids und Tod in Afrika in des Papstes Namen,

Gottes Sohn längst gestorben, verrottet mit der Moral in alten Worten.




Ging zum Imam hin,

unterm arabischen Halbmond aufgenommen.

Der erzählte mir von Gott und Paradies.

Ketten für das Jetzt, im Himmel Freiheit

durch Leugnung der Dämonen

mit Allah in Ewigkeit.

Edles Ziel, falsche Tat,

Der Kerker macht sie nur stärker,

gibt ihnen neue Formen.

Ich sehe Flugzeuge in Häuser stürzen, Frauen hinter Schleiern weinen.

Bomben hallen, Hass auf den Straßen brennen.

An den Fanatismus verloren,

Gott hat den größten aller Dämonen geboren.




Ging zum Rabbiner hin,

unterm Davidsstern aufgenommen.

Der erzählte mir von Gott und Unterdrückung

Auge um Auge, Zahn um Zahn,

altes Dogma, lange Tradition.

Israel will leben, muss kämpfen für sein Recht!

Die Verbrechen der Vergangenheit,

durch Nazis, Christen, Muslime begangen,

grausam, schrecklich,

haben getrübt die Sicht,

versteinert das Herz,

wie das des Golems - der einst gebannt,

hallen nach in der Härte Klang.




So schön sie reden können,

- Alte Worte neu aufgeladen.

nie werden sie das Labyrinth ergründen,

denn wie wollen sie das Geheimnis kennen?

Wie wollen sie wissen zu wissen?

Sie treten ein ins Labyrinth,

bleiben ängstlich stehen,

Bibel, Koran, Tora in der Hand,

begleitet von den Schatten Heuchelei und Gewalt

Ungesehen von ihren Augen, brennend vor meinen

Sie wollen nicht sehen, ignorieren, leugnen.

um in die Ketten des Glaubens (sich) zu zwingen.




Habe einmal einen Clown getroffen.

Rote Nase, dunkle Augenringe,

erzählte Witze,

grinsend, kichernd,

kannte keine Grenzen,

Spiegel der Welt.

In mein Abbild, ich sah verbittert.

Nicht glauben können,

nicht mehr flüchten in die heile Welt des Trugs,

offenbart die wahre Fratze, kein Weg zurück.

Einmal rein gesehen, der düstre Schleier fällt.

Suche nach Wahrheit in einer Welt, gebaut aus Lügen.

Doch gestärkt ging ich daraus empor.




Am Strand wandere ich nun,

das Meer dunkel, wunderschön,

der Wind frisch und stark.

In der Ferne liegt ein Nebelfeld,

Kann nicht ahnen wie weit,

Kann nicht ahnen wie tief der Ozean.

Doch dort raus muss ich gerade.

Schätze heben, Monster töten, Weisheit suchen

jenseits der vertrauten Gestade.

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Eine wahre Geschichte aus der Bronzezeit

Einst gabs den Bergmann aus dem großen Tal.

Er sehnte sich nach nem besseren Leben,

eigentlich hatte er keine Wahl,

denn Schulden hats gegeben.

Der Alkohol letzte Nacht war zuviel.

Er verlor Spiel um Spiel.


Drum standen die Eintreiber dort, wo er haust.

Wer da sei, fragte der Bergmann verdrossen.

Schon flog die erste Faust.

Als er Sterne sah wars dann beschlossen.

Euer Gold, hier hab ich es nicht.

Doch ich bring euch in Golderz euer Gewicht.


Draußen war es kalt, der Wind zog rein.

Die Schläger dachten viel und schwer

in ihren kleinen Hirnen fein

die Gier war voll, das Haus war leer.

In ihrer Beschränktheit fiel die Wahl im Sturm.

Zeig uns das Versteck, du Wurm!


Der Bergmann schluckte tief,

hatte ein paar Stunden gewonnen.

Das Gold findet ihr im Stollen, in den ich einmal lief.

Ich habe diese Geschichte nicht ersonnen.

Reichtümer schlafen dort im Stein.

Edelmetall, ein Schatz glitzernd und fein.


Der Treue gehört dem, der bezahlt mehr,

das war dem Bergmann wohl bewusst.

Die List wirkte auch mit Händen leer.

Der kleine Erfolg tilgte seinen Frust.

Er würde noch leben, eine Nacht oder zwei.

Dass er mit den Söldnern ins Gebirgen musst war fürs erste einerlei.


Zehn gierige Söldner gingen ins Gebirge ein.

Eine Schlägerhorde auf der Suche nach dem Gold.

Der Wald war düster und gruslig im finstern Schein,

voll mit Wölfen und Bären er sein sollt.

Einer glaubte den Gerüchten nicht,

er kam an einen Bau zu dicht,

da warens nur noch neun!


Neun gierige Söldner wanderten im finstern Bergeswald.

Die Hänge waren instabil.

Der Gesang am Lagerfeuer schallt.

Zur Seite an den Klippen fehlt nicht viel.

Einer setzt zum trunknen Solo an,

tanze an die Klippen ran,

da warn es nur noch acht!


Acht gierige Söldner erklettern einen großen Berg.

Einem wars zu viel,

wär er doch zuhause geblieben.

Er fühlte sich wie ein Zwerg

da warn es nur noch sieben.

Einer vertrug die Höhe nicht.

Sein Herz stand still am Gipfel dicht,

da warn es nur noch sechs!


Sechs gierige Söldner erreichten ein Alpendorf.

Auf dem Weg dorthin sah einer das Licht und grunzte: Hmpf!

Doch der Pfad führte durch ein Moor aus Torf.

Das Licht war falsch, da warn es nur noch fünf.

Voller Wut wollten die Söldner das Dorf überfallen.

Die Bauern zückten Bronzewaffen und ließen Kriegsgeschrei erschallen.

Da warens nur noch vier!


Vier gierige Söldner wollten fischen gehen.

Sie hatten satt ihren Hirsenbrei.

Einer sah auf der Lichtung einen Bären stehen.

Da warens nur noch drei.

Ein anderer wollte zu viel wagen.

Er verlief sich beim Hirsche jagen.

Da warens nur noch zwei.


Zwei gierige Söldner kamen in den Stollen.

Der Bergmann warnte keinen.

Schließlich hörte einer Steine rollen.

Dann gab es nur noch einen.

Dieser suchte nach dem Gold tief im Felsgestein.

Sein Begleiter stieß ihn in den Erzgang rein.

Da war der Bergmann endlich frei!
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@LeO

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